Börse 1937
Terminal Tribune

24. März 2026

Dossier · Agrarpolitik & Ernährung

Agrarkonzerne und regulatorische Herausforderungen

24. März 2026 · aus dem Archiv

**PFAS im Boden. Die Erde speichert nicht, was sie nicht soll.**

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Die Felder von heute riechen nach verbranntem Plastik und nach dem, was die Chemie nicht mehr einfangen kann. Die Agrarkonzerne stehen zwischen zwei Fronten: Einmal die Gerichte, die ihnen die Hände bluten lassen – wie Bayer, das seit 2018 für Glyphosat allein schon über 15 Milliarden Dollar an Klagen verschlingt. Die letzte Rechnung, 78 Millionen Dollar im Januar, war nur ein weiterer Kratzer auf einem Fleischwunden, die nie verheilt. Dann die EU, die mit einem Fuß auf den Bremsen steht und mit dem anderen Gas gibt: Sie will PFAS, die *ewigen Chemikalien*, die sich in allem einnisten wie Unkraut zwischen den Reihen, bald verbieten – aber *dann doch wieder* in Pestiziden erlauben, wenn die Lobby nur laut genug schreit.

Das ist kein Widerspruch. Das ist ein Geschäft. Die Erde jedoch kennt keine Kompromisse. Sie schluckt das Zeug und speichert es. Wie ich vor 20 Jahren gesehen habe, wie der Wind über die verpesteten Äcker in der Eifel fegte und die Wiesen danach nicht mehr tranken. Die Kühe starben, nicht vom Hunger, sondern von dem, was sie mit der Milch in die Zellen trugen. Die Bauern sagten: *"Wir pflügen weiter."* Die Chemiefabriken lachten.

**Corteva spaltet sich. Syngenta träumt von KI-Sprühern. Südafrika sagt Nein zu Gentechmais – während die EU ihn einlässt.** Das ist kein System. Das ist ein Zerrbild. Ein Maisfeld in Südafrika stirbt unter der Hitze, weil die Gene nicht klappen. In der EU pflanzt man denselben Mais – und die EU-Kommission, die sonst so scharf auf Nachhaltigkeit ist, gibt grünes Licht. *"Weil die Wissenschaft sagt."* Doch die Wissenschaft sagt auch, dass PFAS nie abgebaut werden. Sie bleiben. Im Boden. Im Regen. Im Wasser. Im Brot.

Die Stadt redet von *nachhaltigen Lebensmitteln*, wenn sie im Supermarkt die Preise checkt. Sie versteht nicht, dass Nachhaltigkeit nicht im Regal beginnt, sondern im Erdboden. Dass ein Kilo Weizen, das heute 3,50 Euro kostet, vielleicht morgen 8 Euro kostet – weil der Regen versagt hat, weil die Erde mit Chemikalien vergiftet ist, die niemand mehr weglöst. Die Bauern wissen das. Die Banken wissen das. Die Politik redet darüber, als wäre es ein Rätsel.

**Es bleibt das Feld.** Die Erde, die sich nicht biegen lässt. Die Wurzeln, die nach unten wachsen, während die Politik oben herumfuchtelt. Die Erde speichert alles. Die Erde vergisst nie. Nicht die Dünger. Nicht die Pestizide. Nicht den Hunger, der kommt, wenn die nächste Ernte ausbleibt. Und wenn die Städte dann die Preise jammern, dann wird die Erde leise lachen. Sie hat immer schon gewusst, was kommt.

❖ Ende des Artikels ❖

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