Börse 1937
Terminal Tribune

24. März 2026

Dossier · Rüstung & Sicherheit

Digitale Kriegsführung und Rüstungsindustrie: Globaler Überblick

24. März 2026 · aus dem Archiv

**STAHL FÜR DIE HÖLLE – WIE DIE WELT SICH AUF DEN NÄCHSTEN KRIEG VORBEREITET (WENN SIE ÜBERHAUPT KÖNNEN)**

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Es ist wieder so eine Zeit, in der jemand *Stahl bestellt*. Nicht die gemütliche Lieferung von Blechen für die nächste Autofabrik in Wolfsburg, nein – wir reden über die Sorte Stahl, die in Flugabwehrraketen schmilzt, wenn sie über einem brennenden Dorf einschlägt. Oder über die Raketen, die in Hisbollah-Lagern rumliegen wie eine unausgesprochene Drohung an die israelische Zivilbevölkerung. Oder über die Deepfakes, mit denen Moskau Selenskyjs Stimme klauen will, um die Ukrainer in die Irre zu führen. *Das ist kein Spiel. Das ist die Sprache derer, die bereits gelernt haben, dass Worte allein keine Kriege gewinnen – aber sie verkürzen die Zeit bis zum ersten Schuss.*

Russland hat die Kunst des *psychologischen Minenfelds* perfektioniert. Deepfakes von Selenskyj, der kapituliert – nicht weil sie wahr sind, sondern weil sie *glaubwürdig genug wirken*, um die Moral zu brechen. Die BBC dokumentiert die Kampagnen, aber sie zählt nicht die Tränen der Mütter in Charkiw, die auf so eine Lüge hereinfallen. Die Ukraine bekommt zwar noch Waffen, aber die Frage ist: Wie lange hält ein Volk durch, wenn es nicht mehr weiß, *wer* noch lügt – und wer noch die Wahrheit sagt? Die Antwort lautet: *Nicht lange.* Und das ist der Punkt.

Dann ist da der Iran – dieser dampfende Kessel aus Verrat und Verzweiflung. Hisbollah besitzt zwischen 100.000 und 150.000 Raketen, sagt man. *Offizielle Bestätigung? Fehlanzeige.* Aber wer würde lügen, wenn er schon lügt? Die Raketen liegen in Tunneln, unter Häusern, in Schulen – weil der Iran weiß: Israel hat keine Lust, ein ganzes Land zu bombardieren, um 200.000 Menschen zu töten. Aber er weiß auch: Wenn er nicht reagiert, wird Teheran denken, dass er schwach ist. Und dann kommt der nächste Schuss. Der nächste Fehler. Der nächste Krieg.

Die EU und China? Die spielen jetzt mit *Dual-Use-Gütern* Verstecken. Halbleiter, Cyberwerkzeuge – Dinge, die sowohl für Smartphones als auch für Lenkwaffen geeignet sind. Die EU hat seit 2020 strengere Regeln, China plant für 2026 neue. *Was bedeutet das?* Dass die deutschen Fabriken, die sonst Raketentreiber für die USA bauten, plötzlich nicht mehr so schnell liefern können. Dass Lockheed Martins *PrSM*-Rakete – ja, die hat ihren ersten Flugtest bestanden – aber ob sie pünktlich kommt? *Fraglich.* Die USA bestellen weiter, aber wenn die Lieferketten reissen, dann reissen sie nicht nur an der Front, sondern auch in den Büros. Und dann?

Dann bleibt nur noch das Offene. *Wie viele Raketen hat der Iran wirklich?* *Was sagt China wirklich?* *Gibt es heimliche Deals?* Die Antworten werden nicht in Berlin oder Washington gefunden, sondern in Teheran, Beirut und Moskau. Und die sind *nie* so, wie sie klingen.

Also: Stahl bestellen. Raketen bauen. Lügen verbreiten. Und irgendwann – vielleicht in einem Jahr, vielleicht in einer Woche – wird jemand den Knopf drücken. Oder jemand *andere* wird ihn schon gedrückt haben. Und dann?

Dann wird Hagen wieder hier sitzen und schreiben.

**HAGEN** *Terminal Tribune*

❖ Ende des Artikels ❖

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