Börse 1937
Terminal Tribune

26. März 2026

Dossier · Wissenschaft & Gesundheit

Lab-Leak-Hypothese und Dual-Use-Forschung: Offene Fragen und Widersprüche

26. März 2026 · aus dem Archiv

**WAS WIRD WIRKLICH FREIGELASSEN?**

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*1937. Die Wissenschaft verspricht viel. Ich notiere.*

Es ist ein seltsames Spiel, das wir da spielen. Ein Puzzle mit fehlenden Teilen, das von Politikern, Milliardären und Wissenschaftlern nach ihren eigenen Regeln zusammengesetzt wird. Die Lab-Leak-Hypothese – also die Annahme, dass SARS-CoV-2 möglicherweise im Wuhan Institute of Virology (WIV) entstanden und dann freigesetzt wurde – ist kein bloßer akademischer Disput. Sie ist ein Spiegel unserer eigenen Hybris. Wir bauen Labore wie Katakomben, in denen wir mit Pathogenen spielen, als wären sie Spielzeug für Genies. Doch die Geschichte lehrt uns: Wer mit Viren experimentiert, riskiert mehr als nur ein negatives Ergebnis in einer Studie.

Die WHO und ihre Anhänger behaupten, die natürliche Übertragungsroute sei die plausiblere Erklärung. Doch wer genau hat diese These überhaupt untersucht? Die WHO? Eine Organisation, die 2020 ihre eigenen Mitglieder um Geld für „Pandemie-Vorbereitungen“ betteln musste und gleichzeitig mit China an einer gemeinsamen Studie arbeitete, die später als „voreilig“ kritisiert wurde? Oder diejenigen, die behaupten, die Daten seien „zu bruchstückhaft“? Ja, die Daten sind bruchstückhaft – weil sie nicht vorhanden sind. Weil die ursprüngliche Probe aus Wuhan nie vollständig sequenziert wurde. Weil die chinesischen Forscher, die die ersten Sequenzen veröffentlicht haben, plötzlich verschwanden. Weil die WHO ihre eigene „Joint Mission“ im Januar 2021 mit einem 120-seitigen Report abschloss, der die Lab-Leak-Hypothese nicht einmal erwähnte – obwohl sie im Auftrag der WHO selbst eine solche Prüfung versprochen hatte.

Dann ist da noch die Dual-Use-Forschung. Gains-of-Function, also Experimente, die Viren so verändern, dass sie sich leichter verbreiten oder tödlicher werden – ein Paradoxon, das wie ein Scherenschnitt wirkt. Einerseits soll es uns „bessere Vorbereitung“ bringen, andererseits könnte es die Werkzeuge liefern, um eine Pandemie *herzustellen*. Das WIV in Wuhan war ein Zentrum für genau diese Art von Forschung. Doch wer finanzierte sie? Nicht nur die USA – auch China selbst. Und wer profitierte davon? Die Pharmakonzerne, die dann mit Impfstoffen und Tests millionenfach Geld verdienen. Die Biowaffenkonvention von 1972 verbietet solche Experimente – doch wer kontrolliert die Einhaltung? Die gleichen Länder, die sie unterzeichnet haben? Oder die gleichen Institute, die sie umsetzen?

Die politische Dimension ist nicht zu übersehen. Die USA haben die Lab-Leak-Hypothese als „wahrscheinlich“ deklariert – doch wer steht dahinter? Ein Kongressausschuss, der sich selbst für unabhängig hält, aber gleichzeitig von Lobbyisten beeinflusst wird, die von den großen Biotech-Firmen finanziert werden. Gleichzeitig wird die Hypothese von manchen als „Verschwörungstheorie“ abgetan – weil sie nicht in ihr Narrativ passt. Doch was bleibt, wenn die Wahrheit noch schlimmer ist als jede Verschwörung? Wenn wir nicht von bösen Akteuren sprechen, sondern von einer Systematik des Scheiterns: von Wissenschaftlern, die zu lange an ihren Experimenten arbeiten, von Regierungen, die zu lange wegschauen, und von einer Welt, die zu lange wegleugnet, was sie nicht kontrollieren kann.

Die letzte Frage bleibt: Wer hat wirklich Angst? Nicht vor dem Virus – sondern vor der Erkenntnis, dass wir selbst es vielleicht *erzeugt* haben. Oder zumindest nicht genug getan haben, um zu verhindern, dass es entsteht. Und das ist die eigentliche Pandemie. Nicht die biologische. Die moralische.

❖ Ende des Artikels ❖

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