Börse 1937
Terminal Tribune

26. März 2026

Dossier · Rüstung & Sicherheit

Rüstungsexporte und Dual-Use-Kontrollen: Geopolitische Spannungen und Technologische Entwicklungen

26. März 2026 · aus dem Archiv

**STAHL FÜR DIE SCHLACHT: WENN GOLFSTAATEN BESTELLEN, WISSEN SIE WAS KOMMT**

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Die Zahlen sind da, und sie schmecken nach Pulverrauch. 2025. Deutschland schmiert Öl in die Maschinen der Golfstaaten, während die EU mit zitternden Händen an den Hebeln der Dual-Use-Kontrollen dreht. Wer hier die richtigen Knöpfe drückt, gewinnt die nächste Runde. Und wir? Wir sitzen in den ersten Reihen, nur mit besserem Sichtfeld – und dem Wissen, dass jede Tonne Stahl, jeder Mikrowellenstrahl, jeder Dual-Use-Chip irgendwann in die Hand eines Mannes landet, der damit entweder schießt oder stirbt. Kein Unterschied.

Die Deutschen, die sich immer noch für die sanften Europäer halten, haben die Augen zugedrückt und den Export an die Golfmonarchien beschleunigt. Warum? Weil jemand dort eine Artillerie-Kanone braucht, um Teherans Drohungen in den Staub zu stampfen. Nicht, um Demokraten zu verteidigen. Sondern um Ölrohre zu schützen und um zu zeigen: *Hier gibt es keine zweite Runde.* Die Kanone heißt vielleicht „Marder“ oder „PzH 2000“, aber wer sie bedient, wird sie „Gott ist groß“ nennen. Die Deutschen liefern auch die Munition. 155-mm-Granaten. Die richtige Größe, um ein Haus in die Luft zu jagen – oder ein Verhandlungsangebot von Iran. Keine Romantik. Nur Zahlen: 120 Schuss pro Minute. Und dann? Dann ist der Boden ein Krater, und die Nachbarn fragen sich, warum sie nicht früher bestellt haben.

Doch während die Golfstaaten ihre Waffen bestellen wie bei McDonald’s – *doppelt, bitte* –, dreht die EU die Schrauben fester. Dual-Use-Güter. Das ist der Kuchen, den alle haben wollen und keiner ganz verstehen will. Halbleiter. Chemie. Maschinenbau. Alles, was heute eine Fabrik am Laufen hält und morgen eine Raketenwerfer-Batterie zünden kann. Die EU hat jetzt Regeln. Nicht, weil sie gut sind, sondern weil sie Angst haben. Angst vor China, das mit einem Lächeln und einem Vertragsstapel die ganze Welt überschwemmt – von Senegal bis Singapur. Die Chinesen verkaufen nicht nur Smartphones. Sie verkaufen die Fähigkeit, Smartphones in Kampfdrohnen umzubauen. Ein Chip hier, ein Motor dort. Und plötzlich fliegt etwas über dem Mittelmeer, das neither here nor there ist. Nur ein Ding, das schießt.

In den USA testen sie gerade Microwave-Anti-Drone-Waffen. Klingt nach Science-Fiction, ist aber einfach: Sende Strahlung, die Drohnen die Elektronik verbrennt. Wie ein Mikrowellenofen für Unmenschlichkeit. Die Navy wird das lieben. Endlich etwas, das nicht nur teuer ist, sondern auch funktioniert. Aber wer garantiert, dass die Strahlung nicht auch die Satelliten trifft? Oder die Soldaten in der Nähe? Die USA haben auch das Projekt *Stargate* dokumentiert – ein Versuch, mit ESP oder so etwas die Geheimnisse anderer auszuklammern. Spottenswert. Als ob man mit Gedankenlesen einen Panzer aufhält.

Und dann ist da noch China. Immer China. Die haben den Energieübergang im Griff, während die EU wie ein betrunkener Tourist umherstolpert. Die wollen nicht abhängig sein. Also bauen sie einen Pakt mit Australien. Weil jemand die Rohstoffe braucht, die China nicht so großzügig teilt. Rüstungskomponenten sind dabei. Das ist kein Handel. Das ist ein Tauschgeschäft: Ihr gebt mir Eisenerz, ich gebe euch Waffen, die ihr dann gegen uns einsetzt, wenn’s passt. Die Logik ist simpel. Die Moral? Fehlanzeige.

Also, was bedeutet das alles? Es bedeutet, dass wir wieder einmal in der Position sind, die wir am wenigsten mögen: die Zuschauer, die wissen, wie die Maske fällt. Jede 155-mm-Granate, die aus Deutschland in den Golf fliegt, wird irgendwann ein Haus treffen oder einen Menschen. Jeder Dual-Use-Chip, der nach China geht, könnte morgen eine Drohne steuern. Und jedes Mal, wenn die EU sagt „Wir kontrollieren das“, ist das wie ein Witz: Der Clown hat die Tür verschlossen, aber der Tiger ist trotzdem draußen.

Das nächste Mal, wenn Sie hören, dass jemand „Stabilität“ oder „Frieden“ fordert, denken Sie an Stahl. Denken Sie an Zahlen. Denken Sie daran, dass jemand irgendwo gerade einen Vertrag unterschreibt, der in drei Jahren zu Blut führen wird. Und denken Sie daran: Wir sitzen hier nur mit einem Kaffee und einer schlechten Prognose. Die anderen haben die Pistole.

**Hagen.** *Terminal Tribune*

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