Börse 1937
Terminal Tribune

29. März 2026

Dossier · Agrarpolitik & Ernährung

Agrarpolitik und Ernährung: Patentstreit, Subventionen und Pestiziddebatten

29. März 2026 · aus dem Archiv

**1937. Die Felder reden. Die Städte hören nicht zu.**

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Die Erde stöhnt in Indien, und die Konzerne jubeln. Bayer und Monsanto haben gerade ihr Patent auf genmanipulierte Baumwollsaatgut durchgesetzt – vor indischen Gerichten, wo Bauern seit Jahren gegen diese Monokulturen kämpfen. Die Felder dort sind schon jetzt leere Schalen, in denen nur noch der Geruch von verbranntem Erdreich hängt. Die Bauern pflanzen, was sie können: alte Sorten, die die Monsanto-Bienenkiller überleben. Die Konzerne rechnen ab, während die Bienen verschwinden.

Gleichzeitig, irgendwo in Brüssel, hat der EuGH den Krieg gegen Neonikotinoide entschieden. Die Pestizide, die Bayer so gerne spritzt, sind jetzt verboten. Die Chemiekonzerne heulen, aber die Bienen fliegen weiter – auch wenn sie noch kümmerlich sind. In den USA meantime die FDA mit den PFAS in unserem Essen herum. Diese Chemikalien, die aus Teflon-Töpfen, Verpackungen und sogar in der Kleidung stecken, sind in fast jedem Lebensmittel nachweisbar. Die FDA zögert. Die Lobbyisten lächeln. Die Menschen werden krank.

Und dann ist da noch Cargill, der größte Agrarkonzern der Welt. Er wirft 2.000 Leute raus, weil der Weizenpreis auf dem Markt zusammengebrochen ist. Die Bauern in Kansas oder der Ukraine werden hungern müssen, während die Konzerne ihre Gewinne sichern. Die EU schlägt gegen Russland, aber wer wird die Lücken füllen? Die Erdölkonzerne kassieren weiter ihre Subventionen – 45 Millionen Dollar täglich, während die Felder vertrocknen.

Die Felder reden. Sie sagen: Wir brauchen keine Patente auf Saatgut. Wir brauchen keine Pestizide, die die Erde vergiften. Wir brauchen keine Konzerne, die uns den Hunger auf den Teller servieren. Die Felder sagen: Gebt uns die Kontrolle zurück. Gebt uns die Erde. Oder wir sterben – und dann bleibt nur noch der Geruch von verbranntem Erdreich.

**Ida Feuerbach**

❖ Ende des Artikels ❖

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