Börse 1937
Terminal Tribune

1. Juni 2026

Dossier · Agrarpolitik & Ernährung

USA und EU Streiten um Gentechnik und Pestizide

1. Juni 2026 · aus dem Archiv

**Die Erde schreit. Die Städte zählen nur noch Euro.**

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Die Felder der Welt verfaulen, während die Konzerne in Washington und Brüssel wie Schimmelpilz über die Regeln streiten, die sie selbst aufgedrängt haben. In den USA darf man die DNA der Pflanzen mit CRISPR so zerpflücken, als wäre es ein Gartenwerkzeug ohne Klinge – *zack, und schon ist der Mais immun gegen Trockenheit, oder die Kartoffel gegen Fressfeinde.* Die EU, die sich sonst so gern als Hüterin der Natur inszeniert, starrt auf die Pestizidrückstände und die giftigen PFAS, die wie unsichtbarer Schmutz in jedem Dünger und jedem Spritzmittel lauern. Doch beide Seiten vergessen, dass die Erde keine Testflughafenecke ist, wo man ausprobieren darf, was funktioniert, und was den Boden in Plastik umwandelt.

In den USA wächst der Mais, der sich selbst gegen Schädlinge verteidigen soll, neben Feldern, die so mit Glyphosat besprüht wurden, dass die Bienen nicht mehr wissen, wo oben ist. Die Bauern, die früher noch wussten, wie man die Erde atmen lässt, sind längst in die Hallen geflüchtet, wo die Maschinen alles erledigen – und die Konzerne wie Syngenta oder Bayer die Rechnungen stellen. In Europa tobt man sich in Verboten aus, während die Bauern auf den Feldern stehen und zusehen, wie der Regen die chemischen Rückstände in die Flüsse spült, wo sie irgendwann in den Fisch landen und dann auf dem Teller der Stadtmenschen, die noch nie die Erde unter den Fingern gespürt haben.

Die EFSA, diese europäische Lebensmittel-Wächterin, veröffentlicht Daten über Pestizidrückstände, als wäre das ein Warnschild an einer Baustelle. Dabei ist es das nicht – es ist ein Spiegel. Ein Spiegel, der zeigt, dass die Politik seit Jahrzehnten zugesehen hat, wie die Landwirtschaft zu einer Fabrik wurde, in der die Natur nur noch Material ist. Und jetzt, wo die Felder klagen, streiten sich die Mächte in Brüssel und Washington darüber, wer die Regeln aufstellt – nicht, wie man die Erde rettet.

Dass TotalEnergies oder Shell vor Gericht stehen, weil sie Greenwashing betreiben, ist fast schon komisch. Als ob das Klima ein Marketingproblem wäre! Die Erde verbrennt nicht, weil jemand nicht genug über Nachhaltigkeit spricht, sondern weil man ihr seit 100 Jahren das Blut aussaugt. Und die Bauern? Die Bauern sind längst die Einzigen, die noch wissen, dass die Erde nicht einfach so ersetzt werden kann. Sie haben die Felder gesehen, die nach dem vierten Glyphosat-Spritzgang nicht mehr keimen. Sie haben die Kühe, die nach dem zehnten Antibiotika-Kurs keine Milch mehr geben. Sie haben die Kinder, die nicht mehr wissen, wie man eine Saat einpflanzt, weil die Maschinen alles übernehmen.

Am Ende bleibt nur noch eines: die Frage, wer wirklich hungert. Nicht die Stadtmenschen, die sich über die Preise aufregen, wenn die Tomaten teurer werden. Sondern die Bauern, deren Kinder schon jetzt wissen, dass es keinen Hof mehr für sie gibt. Und die Erde, die unter all dem Getöse einfach weiter atmet – und langsam erstickt.

❖ Ende des Artikels ❖

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