Aufgelöst. Die Ursprünge bleiben unter Verschluss
Der Kongress will debattieren. Ob er es darf, ist bereits die halbe Miete. Denn wer legt fest, was Wissenschaft ist, wenn die zuständigen Kommissionen sich selbst auflösen?
Die Lancet COVID-19 Origins Task Force ist aufgelöst. Peter Daszak und die EcoHealth Alliance hingen zu tief im Gewebe. Daszak zog sich zurück — Interessenkonflikt. Er hatte an Forschung mitgewirkt, die das Risiko eines Laborlecks erhöhte. Man löst das Gremium auf, um die Verbindung zu kontroversen Ursprungstheorien und zur EcoHealth Alliance zu kappen. Die Theorien bleiben. Die Aufseher gehen.
Die Frage lautet nicht, ob das Virus aus dem Labor kam. Sie lautet, warum eine Kommission, die klären sollte, verschwindet, bevor sie antworten muss.
Studien zur natürlichen Immunität zeigen gemischte Ergebnisse. Manche, gestützt auf Hunderttausende Fälle in Israel, halten sie für gleichwertig oder überlegen. Andere, an Dutzenden Fällen in Kentucky gemessen, sagen das Gegenteil. Wahrheit liegt vermutlich dazwischen — genau dort, wo sie politisch unbrauchbar wird. Denn natürliche Immunität könnte eine rechtliche Grundlage gegen Impfpflichten bieten, wenn sie als gleichwertig oder überlegen gilt. Dann kippt jede Anordnung, die sie ignoriert.
Mittendrin: das Wiederbeleben des Spanischen Grippevirus durch Reverse Genetics. Dieselben Hände, die uns versichern, es geschehe zu unserem Schutz. Man baut gefährlichere Viren, weil die Natur sie nicht gefährlich genug baut. Das ist keine Wissenschaft. Das ist Hybris mit Laborausstattung.
Die Beschuldigung steht im Raum: SARS-CoV-2 könnte Produkt von GoF-Forschung sein. Gefordert wird transparente Datenfreigabe. Geliefert werden Pauschaldementis. EcoHealth Alliance, University of North Carolina, UC Davis, NIH, USAID — sie alle haben kooperiert. Die Daten bleiben unter Verschluss. Die Aussagen sind es nicht.
Wer bezahlt diese Forschung? Wer profitiert vom Schweigen? Und was geschieht mit den Daten, die niemand zu sehen bekommt?
❖ Ende des Artikels ❖
