FDA politisiert Impfstoff — Moderna legt die Rechnung
Die FDA hat entschieden. Politisch, versteht sich. Befürworter strengerer Impfstoffanforderungen feiern das als Sieg der Vorsicht. Ich lese dasselbe Papier und sehe eine Quittung.
Denn während in Washington die Siegesreden gehalten werden, sitzen Anwälte in Düsseldorf. Patentkammer 4b, Landgericht. Moderna gegen Biontech und Pfizer. Der Vorwurf wiegt schwer: Kopie. Moderna behauptet, dass Biontech und Pfizer Technologien nutzen, die Moderna bereits vor der Pandemie entwickelt hatte. mRNA — jene Plattform, die binnen zwei Jahren Milliarden umsetzte und Aktienkurse durch Decken schickte.
Drei Fragen ordnen jeden Pharmaskandal: Wer hat das Patent? Wer hat die Studie bezahlt? Wer sitzt im Aufsichtsrat? Die Klage betont die strategische Bedeutung der mRNA-Technologie, die für Moderna, Biontech und Pfizer zentral ist. Strategisch. Das ist kein medizinisches Wort. Das ist ein Bilanzwort.
In Europa könnte das Zulassungsverfahren dennoch erfolgreich sein, steht jedoch vor politischen Herausforderungen. So steht es im Bericht. Wer aber hat den Vertrag unterschrieben, der diese Fairness definiert? Der Fall unterstreicht die anhaltende Bedeutung der Pandemiebekämpfung und die damit verbundenen rechtlichen Herausforderungen. Er hebt die Bedeutung von Transparenz und Fairness in Vertragsbedingungen hervor, insbesondere bei kritischen Gesundheitsprodukten wie Impfstoffen.
Transparenz. Ein hübsches Wort für Leute, die das Kleingedruckte niemandem zeigen.
Die FDA untersucht derzeit Todesfälle nach COVID-Impfungen. Ein Vorgang, der in keiner Siegesfeier vorkommt. Passt er nicht ins Bild — oder wird er nur leiser geschnitten?
Unklar bleibt, wer in den Aufsichtsräten der drei mRNA-Firmen sitzt, welche Summen hinter den Verträgen stehen, wer den FDA-Beschluss vorbereitete. Klar ist: Während Bayer in China auf Kerendia hofft — gegen chronische Niereninsuffizienz, soll die Pharma-Pipeline stärken und die Bewertung weiter verbessern —, wird in Düsseldorf verhandelt, wem die mRNA-Welt gehört.
1937 hätte man gesagt: Die Krankheit gehört dem, der die Apotheke kauft. Heute kaufen wir die Apotheke und nennen es Gesundheitspolitik.
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