Daszak, EcoHealth und die Anatomie des Verschweigens
Fünfhunderttausend Dollar. Aus Bundesmitteln, bewilligt von Faucis NIAID, über die EcoHealth Alliance an das Wuhan Institute of Virology. Peter Daszak sagt vor dem Kongress: nein. Er habe nie gain-of-function-Forschung finanziert. Er habe keine 'standing relationship' zur CIA gehabt. Nicole Malliotakis liest ihm seine eigene E-Mail vor – Begeisterung über das Ende des Moratoriums. Daszak schweigt.
Was hier sichtbar wird, ist keine Naturkatastrophe. Es ist Architektur. Ein Zoologe, britisch sozialisiert, baut über Jahre ein Netzwerk zwischen Washington und Wuhan auf. Er publiziert in The Lancet einen Brief, der jede Laborhypothese als Verschwörungstheorie brandmarkt – mit siebenundzwanzig Kollegen, ohne seine laufenden Geschäftsbeziehungen zum WIV offenzulegen. Das ist der erste Schnitt: ein Alibi, gebaut mit den Namen des Establishments.
Der zweite Schnitt: EcoHealth kassiert seit Pandemiebeginn weitere sechzig Millionen Dollar an Steuergeldern. Wer kontrolliert, was damit geschieht? Wer prüfte die Protokolle am WIV, als Daszak die Biosicherheit dort als 'sehr gut' bezeichnete? Die HHS zog die Notbremse – fünf Jahre Debarment, Sanktionen wegen Verstößen bei Überwachung und Sicherheitsprotokollen. Doch spät. Und selektiv.
Die Verteidiger sprechen von 'wissenschaftlicher Wahrheit' und 'internationaler Zusammenarbeit'. Aber wer Coronaviren in einer Millionenstadt mit US-Geldern erforscht, ohne volle Transparenz über Standards, trägt Verantwortung – auch dann, wenn das Virus auf natürlichem Weg sprang. Dual-Use heißt nicht: beides ist erlaubt. Es heißt: beides muss offengelegt werden.
Die Pfeife glimmt. Das Laboratorium hat mich ausgespuckt. Der Kongresssaal riecht nicht besser.
Wem eigentlich nützt es, dass die zentrale Akte fünf Jahre zu lang unbehelligt blieb?
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