Der Preis der Spritze: Moderna verklagt BioNTech und Pfizer
Moderna schlägt zu. Der US-Biotechkonzern verklagt BioNTech und dessen amerikanischen Partner Pfizer wegen Patentverletzung an der mRNA-Technologie — eingereicht beim US-Bezirksgericht in Massachusetts und beim Landgericht Düsseldorf. Chef Stephane Bancel spricht von Pionierarbeit, von Milliarden, die vor der Pandemie in seine Plattform geflossen seien. Schön formuliert. Aber Diagnose zuerst.
mRNA ist kein Hexenwerk aus dem Jahr 2020. Die Technologie ist alt, jahrelang in Laboren vergraben, mit Steuergeldern, Risikokapital und Börsengängen gefüttert. Wer heute klagt, will keine Gerechtigkeit — er will Marktanteil. Wer hat das Patent? Moderna behauptet es. Wer zahlte die Vorstudien? Die Steuerzahler, damals wie heute. Wer sitzt im Aufsichtsrat? Unklar — denn darüber schweigen beide Seiten.
BioNTech und Pfizer hüllen sich in Schweigen. Moderna ebenso. Was bleibt, ist die alte Frage: Wer zahlt am Ende? Nicht die Konzerne. Die Patienten, die Kassen, die Versicherten.
Parallel die nächsten Schritte: BioNTech hat seinerseits Moderna verklagt — wegen Patentverletzung bei einem neuen Corona-Impfstoff. Während in Österreich die Zulassung des mRNA-Impfstoffs von Pfizer und BioNTech ansteht, zeigt Moderna offen Interesse an deren Produktionsstandorten in Deutschland. Übernahme unter Brüdern. Der freundliche Kuss der Konkurrenz.
Und 2026? Neue Klage gegen Moderna wegen angeblicher Studienmanipulation bei mRNA-Impfstoffen. Die Beipackzettel, die niemand liest, schlagen zurück. Unklar bleibt, welche Daten geschönt, welche Endpunkte verschoben, welche Nebenwirkungen heruntergerechnet wurden. Genau jene Aufsichtsräte, die Milliarden einstreichen, schweigen — bis die nächste Klage kommt.
Wichtig bleibt: Die Covid-19-Impfung ist ein technisches Wunder. Der vollständige Zugang zu den Studiendaten ist es nicht. Den müssen wir uns holen. 1937 hätte man gesagt: Folgt dem Geld. 2026 sage ich: Folgt dem Patent.
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