AKTENLÜCKE IN GENF — WAS DER WHO-BERICHT VERSCHWEIGT
127 Millionen Ansteckungen. 2,78 Millionen Tote. Und ein Bericht, der mit Verspätung kam und mit einer Lücke ging. Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Untersuchung zum Ursprung der Pandemie vorgelegt. Das Ergebnis steht auf Seite soundso: Sars-CoV-2 wurde vermutlich über ein Zwischenwirt-Tier auf den Menschen übertragen. Laborunfall? "Extrem unwahrscheinlich."
Doch wer hat den Stift geführt? Die Mission startete mit Verzögerung, der Bericht ließ auf sich warten. Die USA — auch unter dem neuen Präsidenten — äußern wiederholt die Befürchtung, der WHO-Bericht könnte nicht alle Erkenntnisse offenlegen. Eine politisch heikle Nachforschung. Trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse bleibt die geopolitische Propaganda, die China die Schuld gibt, bestehen.
Frage nicht, woher das Virus kam. Frage, wem die Ungewissheit nützt. Welcher Aufsichtsrat sitzt in welchem Impfstoffhersteller, welches Patent läuft noch, welche Studie wird gerade finanziert — solange die Herkunft offen bleibt. Ich habe Beipackzettel gelesen. Ich habe Geschäftsberichte gelesen. Die Diagnose liegt nicht im Labor. Sie liegt in der Bilanz.
Die WHO selbst liefert das zweite Dossier: Jede dritte Frau weltweit — 736 Millionen — erlebt Gewalt durch einen Partner oder sexuelle Übergriffe. 641 Millionen in Partnerschaften. Sechs Prozent aller Frauen berichten von Übergriffen durch Nicht-Partner — häufiger in wohlhabenden Staaten. Partnergewalt am höchsten in Südostasien. Verheerende Folgen: HIV, andere sexuell übertragbare Krankheiten, ungewollte Schwangerschaften, Depressionen. Die Pandemie habe dies verschärft, sagt WHO-Chef Tedros — mehr Zeit zu Hause, mehr Stress. Doch die Studie wertet Daten bis 2018 aus. Das Pandemiejahr 2020 fehlt.
Zwei Berichte, ein Muster. Strukturen wählen aus, was sie veröffentlichen — und damit, was sie verschweigen. Die Lücke ist der eigentliche Befund. Patient Bericht null. Die Diagnose steht aus.
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