Windparks, EU-Gelder, geschlossene Türen
Spanien hat gelernt zu lächeln, während es unterschreibt. Offshore-Windparks entstehen, schwimmende Anlagen vor den Kanarischen Inseln, wo tiefe Gewässer die Phantasie beflügeln — auch die jener, die andere Geschäfte verstehen. Über 160 Millionen Euro für PORT-EOLMAR, das die Hafeninfrastruktur verbessern soll. Repoten 2 soll bestehende Anlagen modernisieren. Speichersysteme sollen die Flexibilität erneuerbarer Energien sichern. Die Klaviatur der Wohlanständigkeit, gespielt mit sichtbarer Hingabe.
Doch das Muster liegt offen: EU-Fördergelder aus Next Generation EU, die eigentlich Spaniens Klimaverpflichtungen stützen sollen, fließen in Offshore-Windparkprojekte. Das ist Mechanik. Wer profitiert? Unklar bleibt, welche Konsortien, welche politischen Strohmänner an den Knotenpunkten sitzen. Der Zugang zu spezifischen Details ist derzeit nicht möglich — die offizielle Vokabel, die Verschleierung meint, wenn sie Transparenz sagt. Was die Untersuchung behindert, sind keine Zufälle. Es sind Türen, die zugeschlagen werden.
Die Kanarischen Inseln investieren stark in schwimmende Offshore-Windenergie. Kein Widerspruch — die ideale Bühne. Wer regenerative Energie will, bekommt regenerative Energie. Wer Aufklärung will, bekommt Schweigen. In Genf habe ich zu viele Verträge sterben sehen, um diese Architektur nicht zu erkennen: das Versprechen hier, die Intransparenz dort.
Offen bleibt, wer den Deckel hält. Die Inhalte, so heißt es, seien vielfältig und nicht direkt mit dem Skandal verknüpft — eine elegante Formulierung, die bedeutet: Fragen Sie nicht. Fragen Sie nicht, weil das Schweigen selbst Teil der Konstruktion ist. Was bleibt, ist das Bild eines Landes, das seine Zukunft auf See baut, während an Land die Akten verschwinden. Männer lächeln in Kameras und sprechen von Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit. Ihre Hände sind nicht immer sauber. Ich trage Handschuhe, weil ich den Stoff erkenne.
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