Börse
Terminal Tribune

1. Oktober 2026

Dossier · Finanzen & Wirtschaft

GELD, VIREN UND DIE SPRACHE DER HERREN IN NADELSTREIFEN

1. Oktober 2026 — — E. Wolff

Emergent Biosolutions steht nicht allein. Der Name ist nur das lauteste Beispiel in einer Branche, in der Aufsicht und Profit erstaunlich oft im selben Mantel stecken. Wer über Pockenimpfstoffe und Pandemiebereitschaft verhandelt, sollte nicht gleichzeitig Aktien halten — tun aber welche. Die Diskussion über diese Unternehmen und die Beteiligung von Regierungsbeamten zeigt keine Komplexität, die uns überraschen sollte. Sie zeigt, wessen Risiken verwaltet werden.

KI-generierte Illustration zum Beitrag

Man nehme DEFUSE. Ein Projekt, das nie Geld bekam, aber Pläne hatte: menschenspezifische Spaltstellen in Fledermaus-Coronaviren einbauen. Infektiosität für Menschen erhöhen — mit US-Regierungszuschüssen, versteht sich. DEFUSE war kein Alleingang. Es war Teil einer Forschungslinie, die bereits lief, als die wissenschaftliche Gemeinschaft über Risiken und Grenzen solcher Experimente diskutierte. Die Wissenschaft diskutierte. Die Gelder flossen.

Roland Wiesendanger, Hamburger Physiker, stellt die vorherrschende Meinung in Frage. Kein Virologe — muss das ein Nachteil sein? Er fragt, was andere nicht fragen: Wo ist der Zwischenwirt? Was macht die ungewöhnlichen Eigenschaften des Virus? Die internationale Wissenschaftselite und ihre Verbündeten in Politik und Medien antworten mit Empörung. Christian Drosten, sagt er, habe Politik und Medien in die Irre geführt.

Parallel: Big Pharma kauft sich Gehör. Rekord-Lobbying in Washington, Millionen fließen auch nach Brüssel. Wikipedia-Einträge werden redaktionell betreut. Bestimmte Virologen verteidigen die vorherrschende Erzählung. Die Vertrauenswürdigkeit von Informationsquellen ist keine Naturkonstante, sondern Verhandlungsmasse.

Karen Kingston, medizinisch-legaler Beraterin und Biotech-Analystin, liefert Zahlen, die nicht in den Konsens passen. Ihre Ansichten widerspiegeln nicht den wissenschaftlichen Konsens — das sagt man über jede unbequeme Analyse. Project 1742, Fledermaus-borne Zoonosen, die Überwachung von Tierkrankheiten, die potenziell auf Menschen übergehen — das sind die Themen, die in keine Schlagzeile passen, solange niemand hinschaut.

Die Frage ist nicht, ob das Virus aus dem Labor kam. Die Frage ist, wem nützt jede Antwort.

❖ Ende des Artikels ❖

Prüfbare Behauptungen — 1 von 4 Behauptungen belegt
  1. DATUM ab 2024

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

  2. ZAHL Project 1742

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

  3. ZITAT Wiesendanger, ein Physiker, stellt die vorherrschende wissenschaftliche Meinung in Frage.

    „Der Hamburger Physiker Roland Wiesendanger lässt nicht locker und behauptet, Sars-CoV-2 stammt aus dem Labor in Wuhan.“ — wörtlich im Quelltext belegt

  4. ZITAT SARS-CoV-2 ist ein in Nanopartikeln programmiertes Softwarecode

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

5 Quellen · 1 davon belegt · 0 externe Belege · 4 prüfbare Behauptungen

Maschinell geprüft: jede Belegstelle wurde wörtlich im Quelltext gesucht. Die Bewertung der Redaktion ist nicht Teil dieser Prüfung.

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