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Terminal Tribune

5. Oktober 2026

Dossier · Energie & Klima

SPEICHER VOLL, WINTER SICHER — WER GLAUBT DAS NOCH?

5. Oktober 2026 — — Hollis

Jemand dreht den Hahn auf. Jemand dreht ihn zu. Das war 1937 so. Heute nicht anders — nur die Hähne haben andere Namen.

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75 Prozent. So steht es schwarz auf weiß. Die INES, die Initiative Energien Speichern, meldet: Entspannt. Winter gesichert. Bis zum 1. November könnten die gebuchten Kapazitäten voll sein. 81 Prozent. Klingt nach Plan. Klingt nach Sicherheit.

Ich sag Ihnen, was das ist. Eine Pressemitteilung.

Denn direkt daneben steht, was die Herren ungern laut sagen: Bei extrem kalten Temperaturen sind die Speicher Ende Januar leer. Komplett. Heizung, Strom, wenn der Frost kommt — nicht mehr gedeckt. Sagt dieselbe INES. Man muss nur lesen.

29 Prozent im April. Der Start. Händler mussten kaufen, Preise zogen an. Wer hat kassiert? Wer hat billig eingekauft, teuer verkauft? Fragen Sie nicht die INES. Verband. Schützt ihre Leute.

Dann die Straße von Hormus. Dreiviertel des weltweiten LNG läuft dort durch. Hahn zu, Preise rauf. Ist passiert. Wiederbefüllung teurer. Geopolitische Schocks. Marktanreize. Heißt: Niemand zahlt drauf, wenn er nicht muss.

Die Anreize zur Speicherbefüllung sind unzureichend. Sagt die INES selbst. Ohne mehr Geld, mehr Subvention, wird das nichts im nächsten Winter. Steht so drin.

Deutschland hat die größte Speicherkapazität der EU. 49 Standorte. 247 Terawattstunden. Alles da. Wofür? Für Wasserstoff, sagen sie. Für die Zukunft. Klingt gut. Riecht nach Ablenkung.

Das Terminal, das uns retten soll — Auslastung gering. Nicht ausreichend für eine echte Krise. Die Krise zeigt: Europa ist abhängig. Von internationalen Investitionen. Von Lieferketten, die wir nicht kontrollieren.

Gasspeicher gleichen saisonale und kurzfristige Schwankungen aus. Ihr Job. Aber ein Puffer ist kein Schutz. Gibt jemandem Zeit, den Preis zu drücken oder zu treiben. Beides geht. Beides passiert.

Ich trinke Bier. Aus Prinzip. Bourbon ist was für Leute, die glauben, die Welt sei fair.

Die Frage ist nicht, ob 75 Prozent reichen. Die Frage ist, wem sie reichen. Dem warmen Winter? Dem kalten? Dem Preis an Ihrer Zapfsäule?

Die Herren in den Boardrooms rechnen das durch. Präzise. Mit unserem Geld.

❖ Ende des Artikels ❖

Prüfbare Behauptungen — 1 von 5 Behauptungen belegt
  1. ZAHL Deutschland hat einen Gasspeicherfüllstand von 75 Prozent

    „Der aktuelle Füllstand liege bei 75 Prozent.“ — wörtlich im Quelltext belegt

  2. ZITAT Geopolitische Schocks können die Marktanreize schnell aushebeln und die Gasversorgungssicherheit gefährden

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

  3. ZITAT Die INES warnt vor Risiken für die Gasversorgungssicherheit im kommenden Winter aufgrund unzureichender Anreize zur Speicherbefüllung

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

  4. ZITAT Die Schließung der Straße von Hormus hat zu Preissteigerungen auf den LNG-Märkten geführt, was die Wiederbefüllung der Gasspeicher erschwert

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

  5. ZAHL Deutschland hat die größte Gasspeicherkapazität in der EU und plant, diese auch für Wasserstoff zu nutzen

    die vorgeschlagene Belegstelle steht so NICHT im Quelltext und wurde deshalb verworfen; das ist eine Aussage ueber den Vorschlag, nicht ueber die Quellenlage

    vorgeschlagene Belegstelle verworfen, weil so nicht im Quelltext: „Deutschland hat mit 49 Standorten und 247<0xE2><0x80><0xAF>TWh (Terrawattstunden) die größte Gasspeicherkapazität in der EU, getragen vor allem von Kavernen- und Porenspeichern. Gasspeicher bleiben langfristig relevant, da sie künftig zunehmend für Wasserstoff und andere klimafreundliche Gase genutz“

5 Quellen · 1 davon belegt · 0 externe Belege · 5 prüfbare Behauptungen

Maschinell geprüft: jede Belegstelle wurde wörtlich im Quelltext gesucht. Die Bewertung der Redaktion ist nicht Teil dieser Prüfung.

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