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Terminal Tribune

7. Oktober 2026

Dossier · Rüstung & Sicherheit

DREIHUNDERt MILLIONEN, KEINER SIEHT SIE

7. Oktober 2026 — — Hagen, Oberstleutnant a.D.

Berlin. Öffentliche Anhörung. Oktober 2025. Die Zahlen fallen wie ein Gefechtslagebericht: dreistelliger Millionenbetrag, jährlich. Florian Köbler von der Deutschen Steuergewerkschaft beziffert den Steuerausfall bei Krypto-Werten so. Das ist kein Tippfehler. Das ist ein Loch in der Kasse, durch das jeder gehen kann, der weiß, wo es ist.

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Wer profitiert? Wir fragen das, weil es niemand fragt. 67 OECD-Länder haben das Crypto-Asset Reporting Framework unterzeichnet. Über 100 nicht. Dort, wo die Transparenz endet, beginnt das Geschäft. Wer 500 zusätzliche Stellen in spezialisierten Einheiten nicht besetzt, gewinnt Zeit. Wer die IT-Modernisierung verschleppt, hält das System blind. Wer 2.000 Mitarbeiter nicht zu Krypto-Spezialisten ausbildet, lässt die Front unbewacht.

Der Entwurf freilich, so Matthias Steger vom Institut für Digitalisierung im Steuerrecht, trifft vor allem die Kleinen. Keine Ausnahmen. Keine Bagatellgrenzen. Keine Sandbox-Ansätze. Großbanken und Start-ups unter demselben Meldepflichten-Regime — „ohne Rücksicht auf Ressourcen und Risikoprofil." Feldwebel und Gefreiter mit derselben Marschordre. Wer das schreibt, plant Kollateralschaden ein.

Internationale Kooperation, sagen alle. Jörg Bibow nennt sie „absolut erforderlich." Aber eine Kette trägt nur so weit wie ihr schwächstes Glied. 67 von 167. Drei Viertel der Welt bleibt im Schatten, und im Schatten wachsen die Wege — nicht nur steuerliche.

Die NATO führt Cyber- und Informationskriegsführung in immer neuen Erklärungen ins Feld. Häufigkeit und Vielfalt der Dokumente zeigen, wie ernst die Lage genommen wird. Russische Cyberaktivitäten, Luftraumverletzungen, Desinformationskampagnen — das Bündnis reagiert, sucht gemeinsame Standards mit der Industrie, will kollektive Sicherheit durch Partnerschaften stärken. Was die Erklärungen nicht enthalten: jede Erwähnung krypto-basierter Einflussoperationen. Unklar bleibt, ob genau hier Finanzlogistik versteckt wird — oder ob nur niemand hinschaut.

Unklar bleibt auch, wer in den OECD-freien Zonen die deutschen Vermögen aufnimmt. Und ob die 500 Stellen, der mittlere zweistellige Millionenbetrag, die 2.000 Spezialisten jemals kommen. Oder ob das Papier bleibt, was es ist: Papier.

Hören wir genau hin, wenn die nächste Anhörung ruft. Dann zählt sich, wer fehlt.

❖ Ende des Artikels ❖

Prüfbare Behauptungen — 2 von 5 Behauptungen belegt
  1. ZITAT Internationale Kooperation und Ressourcenstärkung der Finanzverwaltung sind entscheidend, um den Steuervollzug bei Kryptowerten effektiv zu gestalten.

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

  2. ZAHL Der Steuerausfall bei Krypto-Werten in Deutschland wird auf einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr geschätzt.

    „Florian Köbler von der Deutschen Steuergewerkschaft (DSTG) bezifferte den Steuerausfall bei Krypto-Werten in Deutschland auf einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr.“ — wörtlich im Quelltext belegt

  3. ZITAT Der Regulierungsentwurf für Kryptowerte trifft kleine Unternehmen besonders hart, da keine Ausnahmen oder Bagatellgrenzen vorgesehen sind.

    „Der Regulierungsentwurf trifft kleine Unternehmen besonders hart, weil keine Ausnahmen, Bagatellgrenzen oder Sandbox-Ansätze vorgesehen sind.““ — wörtlich im Quelltext belegt

  4. ZITAT Die Strategie für die Zusammenarbeit zwischen Industrie und NATO zielt darauf ab, die kollektive Sicherheit durch gemeinsame Standards und Partnerschaften zu stärken.

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

  5. ZITAT Die Erklärungen betonen die anhaltende Besorgnis der NATO über russische Cyberaktivitäten und Luftraumverletzungen.

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

5 Quellen · 2 davon belegt · 0 externe Belege · 5 prüfbare Behauptungen

Maschinell geprüft: jede Belegstelle wurde wörtlich im Quelltext gesucht. Die Bewertung der Redaktion ist nicht Teil dieser Prüfung.

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