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Das Trojanische Pferd steht diesmal in den Bilanzen

30. Juli 2026 — — — Kastner

Es gibt Zahlen, die wie Hymnen klingen, und Hymnen, die nach Bilanzen riechen. Christopher Nolans „Die Odyssee" hat am ersten Wochenende 120 Millionen Dollar in den Vereinigten Staaten eingespielt, weltweit werden 258 Millionen Dollar prognostiziert. Der Hollywood Reporter nennt es einen Erfolg, der alle Erwartungen übertroffen habe. Man sollte diese Erwartungen prüfen, bevor man vor ihnen salutiert.

Denn was hier als Heimkehr eines Helden inszeniert wird, ist die Präzisionslandung einer Industrie. Ein echtes Holzpferd wurde durch den Sand gezogen — nicht als listige Kriegsgabe, sondern als Requisit, deren bloße Existenz jene absurden Online-Kontroversen befeuerte, die dem Film im Vorfeld eine Aufmerksamkeit bescherten, die kein Algorithmus so billig hätte kaufen können. Die Kontroversen um die Diversität der Besetzung waren kein Störfeuer; sie waren das zweite Standbein des Eröffnungswochenendes. Es heißt, jeder Darsteller habe einen streng überwachten Zeitmesser erhalten. Wenn das keine Insz

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