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Terminal Tribune

26. August 2026

Dossier · Politik & Macht

Die Brille, die aus dem Schwimmbad eine Beweiskamera macht

26. August 2026 — — Kastner

Die Debatte beginnt mit einem Gegenstand, der seine Absicht bestreitet: Smart Glasses sehen aus wie gewöhnliche Sonnenbrillen, können aber Fotos und Videos aufnehmen, je nach Modell Gespräche mitschneiden und Daten direkt an ein Smartphone oder eine Cloud übertragen. Der Unterschied, so SRF, ist minimal. Die Technik trägt Sonnenbrille; der Verdacht Aktentasche.

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In Wil SG liegt im Stadtparlament ein Vorstoss, der Smart Glasses in den städtischen Badis verbieten will. Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus sämtlichen Parteien tragen ihn mit. Ähnliche Bestrebungen gibt es in Luzern und Basel. Im Freibad ist kaum erkennbar, ob die Brille filmt oder nur die Sonne abblendet, besonders problematisch für Frauen, Jugendliche und Kinder. Meret Grob, 31, Wiler Grünen-Parlamentarierin und Erstunterzeichnerin, sagt: «Ich glaube, dass noch nicht wirklich in den Köpfen der Menschen angekommen ist, dass Smart Glasses auch für negative Zwecke genutzt werden können.» Grob hält sinnvolle Einsätze für möglich, doch moderne Modelle würden unauffälliger. In der Schweiz sind keine Fälle bekannt, in denen Badegäste mit Smart Glasses heimlich gefilmt wurden.

Deutschland liefert dafür die unerwünschte Anschauung: Mehrere Fälle machten Schlagzeilen, bei denen Aufnahmen von Frauen in Badebekleidung in sozialen Netzwerken landeten; Köln reagierte mit einem Verbot in öffentlichen Bädern. Auch die Luzerner Kantonsrätin Rahel Estermann setzt sich im Kantonsrat für ein Verbot ein: «Wir müssen uns generell überlegen, ob wir solche Brillen in unserer Gesellschaft wollen.» Michel Kunz, Präsident des Schweizerischen Bademeisterverbandes, hält ein flächendeckendes Verbot für das Beste: Es sei zwar kaum lückenlos zu kont

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