Ein Reihenhaus in Corby, bezahlt vom Steuerzahler, bewohnt vom Hass
Ich rauche langsam, weil die Zahlen Zeit brauchen. Neun Monate Haft — das ist die eine Seite der Bilanz. Ein Reihenhaus in Corby, Northamptonshire — das ist die andere. Dazwischen liegt ein Mann namens Abu Wadee, 34, palästinensischer Migrant, Asylbewerber, und eine Spalte in den Büchern des Staates, die bisher niemand vollständig beziffert hat.
Wadee kam per Schlauchboot über den Ärmelkanal. Illegal. Dafür saß er neun Monate. Was danach folgte, war keine Abschiebung, sondern eine Zuweisung — eine Adresse, ein Reihenhaus, drei Schlafzimmer, vom Steuerzahler bezahlt. In dieser Adresse wohnt jetzt ein Mann, der auf TikTok „Tod allen Juden" rief, der Hamas-Anhänger ist, der auf Fotos eine Waffe in Händen hält und der britische Teenager dazu brachte, „Free Palestine" zu skandieren. So steht es in den Akten.
Nun die Widersprüche. Sie sind kein Verdienst, sie sind das Problem. Quelle A nennt ihn einen Hamas-Unterstützer mit Abschiebungsproblemen. Quelle B nennt ihn einen palästinensischen Migranten und betont, an welcher Adresse er wohnt. Beide Quellen beschreiben denselben Mann. Beide schweigen, wo die Wahrheit wehtut: bei der Frage, ob ein Staat, der „Tod allen Juden" mit einem Reihenhaus beantwortet, überhaupt noch rechnen kann.
Die Sprache der Behörden spricht von „asylum accommodation", von „subsidiärer Unterbringung". Sie meint: ein Reihenhaus, ein Vorgarten, eine Adresse in einer Kleinstadt, an der jetzt ein palästinensischer Migrant wohnt, der britische Teenager zum Skandieren bringt. Die Miete zahlt der Steuerzahler. Die Konsequenzen zahlt im Moment niemand.
Lassen Sie mich übersetzen, was nicht übersetzt wird. Die durchschnittlichen Kosten für Asylunterbringung in Großbritannien bewegen sich im Bereich mehrerer hundert Pfund pro Woche und Person. Hinzu kommen Sozialleistungen, Gesundheitsversorgung, juristische Verfahren. Daraus ergibt sich pro untergebrachter Person eine Jahresrechnung im niedrigen fünfstelligen Bereich. Drei Schlafzimmer. Corby. Northamptonshire. Ein Mann, der sagt, er habe jetzt jüdische Freunde und liebe Northamptonshire.
Wadee sagt, er wolle bleiben. Er sagt, er sei jetzt im Asylsystem und wolle im Vereinigten Königreich bleiben. Die britische Öffentlichkeit liest das und liest es nochmal, weil die Rechnung sich noch nicht bewegt hat. Es gibt keine belastbare öffentliche Summe für seine konkrete Unterbringung — was es gibt, ist ein System, das lieber unterbringt als abschiebt, das lieber bezahlt als prüft, das lieber schweigt als rechnet.
Männer in Nadelstreifen sitzen in Ausschüssen und erklären britischen Rentnern, warum der Gürtel enger muss. Für die, die hier geboren sind, ja. Für den Steuerzahler, dessen Pfund Wadees Miete finanziert — offenbar nicht. Das ist die Rechnung, die nicht beglichen wird. Sie hat einen Vorgarten, drei Schlafzimmer, und steht in Corby.
Noch ein Widerspruch in den Akten. Quellen berichten übereinstimmend von einem Todesfall am Tulkarm-Checkpoint — doch die Details, wer wann wo starb, weichen voneinander ab. So verwischt wie die Frage, ob Wadee nun „Hamas supporter" ist oder, höflich formuliert, „Palestinian migrant". Diese Höflichkeit kostet. Sie kostet den Steuerzahler ein Reihenhaus, sie kostet die Anwohner von Corby einen Nachbarn, der britische Teenager skandieren lässt, sie kostet das britische Asylsystem den Rest seiner Glaubwürdigkeit.
Wadee ist 34. Er hat neun Monate gesessen für die Überfahrt. Er lebt jetzt in einem Reihenhaus in Corby, das er nicht verlassen muss. Ich sage nicht, dass ein Migrant kein Recht auf Asyl hat. Ich sage, dass ein Reihenhaus in Corby, finanziert vom Steuerzahler für einen Mann, der „Tod allen Juden" ruft und Hamas unterstützt, eine Rechnung ist, die kein Buchhalter mehr unter „Sonstiges" verbergen kann.
Die Bücher sind nicht ausgeglichen, und das war nie ein Versehen. Es war eine Entscheidung — oder, genauer, eine Trägheit. Trägheit kostet. Sie kostet in Corby, sie kostet in jedem anderen Reihenhaus, das für einen anderen Wadee bezahlt wird, solange das System die Zahlen nicht ausspricht. Ich rauche weiter. Die Pfeife ist fast aus. Die Rechnung ist es nicht.
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