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Bayer kämpft weiter gegen Glyphosat-Klagen: Widersprüche in der rechtlichen Auseinandersetzung

16. März 2026 — — — Ida Feuerbach

Bayer hat am 15. März 2023 einen Milliardenvergleich bei den Glyphosat-Klagen eingezogen, die auf die Zeit vor dem Bayer-Monsanto-Konzern zurückgehen. Im Zentrum der Klagen steht die Schadensbewertung des Pestizids Glyphosat, das von Monsanto produziert wurde und seit 2018 in der Europäischen Union kontrovers diskutiert wird. Die US-amerikanische Gerichte haben bisher sowohl für als auch gegen Bayer entschieden, was die rechtliche Unsicherheit weiter verstärkt.

Die Glyphosat-Klagen erreichen seit Jahren Milliardenhöhen und belasten das Bayer-Konzernbild. Im Dezember 2022 entschied ein US-Gericht für Bayer, dass die Verwendung von Roundup, dem von Monsanto produzierten Glyphosat-Pestizid, nicht die Ursache für Krebs sei. Trotz dieser Entscheidung bestehen noch zahlreiche Klagen, die die Verantwortung von Bayer-Monsanto für Schäden durch Glyphosat in Frage stellen.

Die rechtliche Auseinandersetzung um Glyphosat ist komplex und zeichnet sich durch Widersprüche aus. Einerseits entschied das US-Gericht im Dezember 2022, dass Glyphosat nicht krebsverursachend sei. Andererseits gibt es Klagen, die von Schäden durch die Pestizidverwendung berichten. Die Wissenschaft steht hier ebenfalls unter Widersprüchen, da einige Studien Glyphosat als nicht-krebsverursachend einstufen, während andere eine mögliche Verbindung sehen.

Die Frage nach der Zulassung von Glyphosat bleibt auch politisch heikel. In Europa wurde die Zulassung von Glyphosat mehrfach verlängert, obwohl es in der Kategorie der „möglicherweise krebserzeugenden Stoffe“ der WHO eingestuft wird. Die EU-Kommission hat die Zulassung bis 2022 verlängert, während einzelne Mitgliedstaaten wie Frankreich bereits mit Verboten begonnen haben.

Die rechtlichen Unsicherheiten um Glyphosat belasten nicht nur Bayer, sondern das gesamte Agrarsektor. Die Klagen und die daraus resultierende Unsicherheit beeinträchtigen die Planung und Entscheidungsfindung von Landwirten und Agrarunternehmen. Die Kosten für Bayer sind immens: Im Jahr 2022 betrug der Betrag für Vergleiche und Schadensersatzzahlungen etwa 1,5 Milliarden Euro.

Die Frage, ob Bayer 2026 das Monsanto-Trauma überwinden kann, bleibt offen. Die rechtlichen Auseinandersetzungen und die kontinuierlichen Klagen belasten das Unternehmen weiterhin. Die wissenschaftlichen und rechtlichen Widersprüche um Glyphosat zeigen, dass eine Lösung des Problems komplex und zeitaufwendig sein wird. Die Zukunft der Glyphosat-Zulassung und die rechtliche Klärung der Schäden sind noch offen, was die Unsicherheit für den Agrarsektor weiterhin bestehen lässt.

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