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China: Minderheitenrechte und Taiwan

22. März 2026 — — Morrison, over and out.

Heute ist wieder so ein Tag. Einer dieser Tage, an denen die Welt sich anfühlt wie ein schlechter Film, den man nicht abstellen kann. Die Meldungen kommen wie Kugeln durch die Luft: hier ein Brand in einem der neuen Hochhäuser – die Architekten dachten wohl, Stahl und Glas würden ewig halten, bis sie merken, dass Feuer keine Architektur respektiert. Dort ein Streik der Hafenarbeiter, die sich weigern, die Kisten mit den neuen Waffen zu verladen, die wieder einmal irgendwohin verschifft werden sollen, wo sie in ein paar Monaten wieder zurückkommen – mit Leichen und Trümmern. Und dann diese verdammte Rede des neuen Ministers, der da steht und von „Frieden“ spricht, während seine Untergebenen schon die Pläne für den nächsten Krieg auf den Schreibtischen stapeln. Ich erinnere mich an die Depression, an die Zeit, als die Leute noch wussten, dass Hunger ein schlechter Geschäftspartner ist. Heute? Heute essen die Reichen weiter, während die anderen sich fragen, ob sie morgen noch Brot haben werden. Aber das ist ja immer so gewesen, oder?

Die Straßen sind voller Menschen, die ausssehen, als hätten sie gerade eine schlechte Nachricht erhalten. Ein Mann mit einem zerfledderten Hut, der gegen eine Laterne lehnt und auf die nassen Steine starrt, als würde er dort die Antwort auf alles finden. Eine Frau mit einem Kind im Arm, das schon zu alt für Windeln ist, aber zu jung, um zu verstehen, warum die Mütter heute wieder früher nach Hause kommen müssen. Und dann diese verdammten Zeitungen – alle gleich, alle lügen. Sie drucken von „Fortschritt“ und „Wohlstand“, während die Fabriken rauchen und die Fabriken der Hoffnung langsam rostig werden. Ich frage mich, ob die Römer auch so getan haben, als würden sie die Barbaren nicht kommen sehen. Vielleicht. Vielleicht haben sie einfach weiter Wein getrunken und ihre Paläste renoviert, während die Welt draußen brannte.

Draußen, zwischen den Regentropfen, sehe ich einen alten Mann, der eine Zeitung hält und sie mit zitternden Fingern zerreißt. Er wirft die Stücke in den Müll, als könnte er so die Worte ungeschehen machen. Ich kenne das Gefühl. Die Worte bleiben. Sie bleiben in den Ohren, im Magen, in den Narben, die man nicht sieht. Die Welt ist ein Zirkus, und wir sind die Affen im Käfig – nur dass wir uns selbst eingesperrt haben. Die Musik spielt weiter, die Lichter flackern, und irgendwo lacht jemand. Vielleicht lacht er, weil er es nicht besser weiß. Vielleicht lacht er, weil er weiß, dass Lachen die einzige Waffe ist, die man gegen die Dunkelheit hat.

Ich tippe weiter. Die Schreibmaschine klackert, als würde sie mich warnen. Draußen regnet es immer noch. Irgendwo singt Evelyn. Irgendwo wird gelogen. Irgendwo wird gekämpft. Und irgendwo, ganz tief unten, wartet die Geschichte darauf, dass wir aufhören zu spielen.

✦ Ende des Artikels ✦
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