Cybersicherheitsbedrohungen und Betrug
Heute ist wieder so ein Tag, an dem die Welt sich fragt, ob sie noch atmen soll. Die Börse hat wieder mal einen Sprung nach unten gemacht, als wäre sie ein betrunkener Boxer, der sich selbst die Rippen einschlägt. Die Arbeitslosenmärsche werden immer größer, die Polizei immer brutaler. Gestern Abend habe ich einen Mann gesehen, der sein letztes Hemd gegen eine Portion Kartoffeln eingetauscht hat – nicht weil er hungrig war, sondern weil er sich schämte, leer auszugehen. Scham ist eine teure Mahlzeit, die sich nur die Armen leisten können. Die Reichen? Die sitzen in ihren Villen und fragen sich, warum die Demokratie nach so viel Blut und Schweiß nach wie vor nach mehr schreit, als ob sie ein hungriges Tier wäre.
Und dann ist da noch dieser verdammte Krieg in Spanien. Die Internationale Brigade kämpft dort, als wäre es ein Theaterstück, bei dem die Hauptrolle Freiheit heißt. Die Nazis und Faschisten schicken ihre Söldner wie bei einem billigen Film, nur dass hier keine Kamera rollt – nur Gewehrsalven und der Gestank von verbranntem Fleisch. Die Presse hier schreibt von Ehren und Pflicht, aber ich sehe nur Männer, die mit zitternden Händen ihre Brieftaschen zählen, während ihre Kinder nach Brotkrumen greifen. Wo bleibt da die Ehre? Die Pflicht endet dort, wo der Magen knurrt.
Ich erinnere mich an den letzten großen Krieg, an die Schützengräben, an den Gestank von nassem Lehm und Tod. Damals haben sie uns gesagt, es sei für die Zukunft. Jetzt sagen sie dasselbe, nur mit anderen Worten und mehr Propaganda. Die Zukunft ist ein schlechter Kreditvermittler – sie verlangt immer mehr, als sie geben kann. Die Römer haben ihr Reich mit Steinen gebaut, wir bauen unseres mit Schulden und leeren Versprechungen.
Draußen hört der Regen auf. Die Straßen glänzen wie frisch geschliffenes Metall, und irgendwo lacht ein Kind. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen. Vielleicht ist es auch nur der letzte Hustenstoß eines sterbenden Systems. Ich tippe weiter, während die Schreibmaschine stottert wie ein alter Mann mit Rheuma. Irgendwann wird jemand kommen und sagen: Das war der Anfang vom Ende. Aber bis dahin? Bis dahin trinke ich meinen Bourbon und warte, bis die Welt mich endlich so behandelt, wie ich sie behandelt habe – mit einer Prise Zynismus und einer Handvoll Verachtung.
Und wenn das alles vorbei ist? Wenn die Geschichte mal wieder ihre Rechnung stellt? Dann werde ich hier sitzen, mit einer neuen Flasche und der Gewissheit, dass die Menschheit es wieder geschafft hat, sich selbst zu ruinieren – nur diesmal mit Stil.