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Datenhorden: Wer verbrennt die Welt für KI?

4. Juni 2026 — — — Ada Voss, auf Sendung

Die Serverfarmen kommen. Nicht mit Trommelwirbel, nicht mit Genehmigungsverfahren, sondern mit Lobbyisten, die Baugenehmigungen wie Süßigkeiten verteilen. In Utah plant Kevin O’Leary, der „Shark Tank“-Milliardär, ein Projekt namens Stratos: 40.000 Hektar Rechenzentren – doppelt so groß wie Manhattan – mitten in der Dürrezone des Great Salt Lake. Die Bewohner werden als „misinformed“ beschimpft, während die Fracking-Pipelines länger werden und der Grundwasserspiegel sinkt. „National security“, sagt O’Leary, „ist ein Wettlauf mit China.“ Doch Jim Walsh von Food and Water Watch warnt: „Sicherheit bedeutet nicht nur Militär, sondern sauberes Wasser. Und wer trinkt, wenn die Datenhorden es aufbrauchen?“

Die Hetze ist global. Amazon-Employee Liesl Wigand fordert in Seattle Regulierung: „Lasst Big Tech nicht Seattle verbrennen, um den KI-Rennen zu gewinnen.“ Doch die Konzerne zahlen keine Steuern, sie verhandeln mit Städten um „Concessions“ – während die Stromnetze knirschen und die Thermostat-Hacker in Googles virtuellen Kraftwerken bezahlt werden, ihre Heizung runterzudrehen. Die EU will sich abschotten, doch die USA? Da wird einfach weiter gebaut. In Finnland plant Google 2025 ein Rechenzentrum, das mehr Strom verbraucht als eine ganze Kleinstadt. Die Einheimischen? „Wir haben keine Wahl“, sagt ein lokaler Aktivist. „Entweder wir hosten die Daten – oder wir hosten nichts.“

Und die Opfer? Die vertriebenen Gemeinden, die Bauern, deren Felder versiegen, die Arbeiter, die in klimatisierten Hallen sitzen und wissen, dass ihr Strom aus Kohle kommt. Die Gerichte? Überflutet mit KI-generierten Anträgen – während die Richter fragen: Wer haftet, wenn die KI falsch liegt? Die Antwort kommt später. Jetzt wird gebaut. Immer schneller. Immer größer. Die Frage ist nicht, ob die Welt brennt. Sondern wann der Rauch die ersten Server erreicht.

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