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EPA-Beamter: Vom Lobbyisten zum Methan-Regulator

10. April 2026 — — — E. Wolff

Aaron Szabo, einst als Lobbyist für Ovintiv und andere Ölkonzerne aktiv, hat sich 2022 in einem PDF-Metadaten verräterischen Kommentar gegen strengere Methan-Vorschriften der EPA eingesetzt – verfasst im Auftrag des American Exploration and Production Council (AXPC). Die Argumente, die damals ConocoPhillips & Co. in die Hände spielten, werden heute von Szabo als EPA-Assistent selbst vorangetrieben: Die Regeln werden nicht gestrichen, aber verzögert – bis ins nächste Jahr. Die Compliance-Fristen? Geschoben. Die Sprache der Vorschläge? Von der Industrie vorgeschlagen.

Sein ehemaliger Posten als Lobbyist blieb im Confirmation-Hearing 2023 ein halbes Geständnis: „Ich habe gelernt, wie regulierte Entitäten mit Bundesvorschriften umgehen“ – ein Euphemismus für „Ich habe für sie gekämpft“. Dasselbe EPA, das er nun leitet, wird von Senator Whitehouse als „Big-Oil-Tool“ bezeichnet. Die Zahlen sagen es klarer: Methan verursacht ein Drittel der Erwärmung seit 1850. Doch Szabos EPA verzögert die Umsetzung um Monate – während die Industrie seine alten Argumente als „Input“ einreicht.

Kein Versehen. Kein Zufall. Ein System, das sich selbst bedient.

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