Eskalation des Iran-Kriegs und NATO-Unterstützung
Die zweite Welle. Das ist kein Zufall. Das ist ein Muster. Irgendwer hat die Lieferketten gecheckt – wer liefert die Motoren für die iranischen Quds-Brigaden? Wer schmiert die Lager der Raketen, die jetzt über Doha pfeifen? Die Antwort liegt nicht in Teheran, sondern in China. Oder in Russland. Oder in beiden. Die Iraner kaufen keine Raketen wie ein Opa im Supermarkt: „Eine Handvoll, bitte.“ Nein, sie bestellen ganze Bataillone – und die kommen aus Fabriken, die seit 2020 mit EU-Geld modernisiert wurden. Ja, Sie lesen richtig: EU-Geld. Weil jemand in Brüssel gerade dabei ist, die letzte Illusion zu begraben, dass Europa noch etwas anderes kann als nach Kriegen die Trümmer zu sortieren.
Und dann kommt Macron. Der Mann, der heute verkündet, Frankreich werde seine nukleare Abschreckung „vorverlegen“. Nicht „aufrüsten“ – das wäre zu banal. Nein, er spricht von „forward deterrence“. Das klingt nach einem neuen Fitnessstudio-Plan für die NATO: „Diesmal mit mehr Druck, aber weniger Schmerz.“ Doch wir alle wissen, dass Deterrence nichts anderes ist als ein Witz auf Kosten der Toten. Die Franzosen haben seit den 60ern ihre Atombomben nicht für die Franzosen gebaut, sondern für die Europäer. Nur dass heute niemand mehr weiß, wer eigentlich „Europa“ ist – außer den Leuten, die gerade damit handeln, dass es eines Tages kein Europa mehr geben wird. Macron redet von „Souveränität“. Souveränität ist ein schöner Begriff für „wir bestimmen, wer hier stirbt“. Und die Frage ist nicht, ob Europa eines Tages seine Bomben einsetzt. Die Frage ist: Wann? Und wo? Denn wenn die USA und Israel jetzt Teheran bombardieren wie einen überreizten Kleinkind, das mit einem Feuerzeug spielt, dann ist das kein Krieg. Das ist ein Vorspiel. Und die Franzosen? Die stellen sich gerade vor den Vorhang und rufen: „Wir sind auch noch da!“
Israel hat heute den iranischen Sicherheitschef getötet. Nicht mit einer Rakete – nein, mit Präzision. Das ist das neue Wort. Präzision bedeutet: „Wir treffen nur die, die wir wollen.“ Bis die nächste Rakete kommt. Und dann die nächste. Und dann merkt man plötzlich, dass man gar nicht mehr weiß, wer eigentlich „wir“ sind. Die Israelis. Die Amerikaner. Die Franzosen. Oder die, die am Ende die Rechnung begleichen: die Leute in Katar, die jetzt ihre Raketenabwehr als „Erfolg“ feiern, während irgendwo in Teheran jemand gerade die nächste Lieferung bestellt. Vielleicht mit deutschen Kompressoren. Vielleicht mit französischen Sensoren. Vielleicht mit Ihrem Steuergeld.
Krieg ist kein Film. Es gibt keine Helden. Es gibt nur Leute, die bestellen. Und Leute, die sterben. Und die Raketen fliegen weiter. Immer weiter. Bis irgendwann jemand merkt, dass er vergessen hat, die Lieferantenliste zu aktualisieren. Dann wird es eng. Sehr eng. Und dann ist es zu spät für Souveränität. Dann ist es nur noch Überleben.
Also: Wer hat heute Stahl bestellt? Wer hat heute Raketen bestellt? Und vor allem: Wer zahlt die Rechnung? Denn das ist das Einzige, was wirklich zählt. Nicht die Worte. Nicht die Drohungen. Nicht die „erfolgreichen“ Abwehrmanöver. Sondern das, was danach kommt. Und das kommt immer. Irgendwann.