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EU-Genehmigung für Übernahme von Monsanto durch Bayer

20. März 2026 — — — Ida Feuerbach

Die Europäische Kommission hat die Übernahme des US-amerikanischen Agrobizounternehmens Monsanto durch die deutsche Bayer AG im Jahr 2018 genehmigt. Die Fusion wurde im Rahmen strenger Bedingungen durchgesetzt, die darauf abzielen, die Marktkonzentration in der Saatgut- und Pflanzenschutzbranche zu mindern.

## Hintergrund

Monsanto, gegründet 1901 und mit Sitz in Creve Coeur, Missouri, ist einer der führenden Hersteller von gentechnischem Saatgut und Pestiziden weltweit. Nach der Börsennotierung im Jahr 1927 entwickelte sich das Unternehmen zu einem Marktführer, insbesondere durch die Produktion von Herbiziden wie Roundup und gentechnisch verändertem Saatgut. Im Jahr 2016 kündigte Bayer die Übernahme von Monsanto an, die mit einem Kaufpreis von 66 Milliarden US-Dollar abgeschlossen wurde.

Die Fusion zwischen Bayer und Monsanto war nicht ohne Kontroversen. Die Übernahme wurde von Umweltschützern und landwirtschaftlichen Organisationen kritisiert, die befürchten, dass die Konzentration des Marktes die Wettbewerbsfähigkeit und die Vielfalt der Saatgutbestände schmälern könnte. Die Europäische Kommission setzte die Genehmigung unter Bedingungen durch, darunter die Verkaufspflicht von Monsanto-Produkten in verschiedenen Märkten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.

## Einordnung

Die Übernahme von Monsanto durch Bayer ist Teil eines breiteren Trends der Konzentration in der Agrobizoindustrie. Drei Unternehmen – Monsanto, DuPont (Pioneer) und Syngenta – beherrschen 53% des weltweiten Saatgutmarktes. Monsanto allein kontrolliert 26% des Marktes. Die Konzentration der Macht bei wenigen Agrarkonzernen wie DuPont, Monsanto, Syngenta und Bayer hat zu einer stärkeren Kontrolle über genetisch verändertes Saatgut und Patente auf Pflanzen und Saatgut geführt.

Diese Entwicklung hat erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit. Die Privatisierung landwirtschaftlichen Wissens und die Einführung von Hybridsaatgut haben den Umstieg von öffentlichem Gut zu privatem Geschäft bewirkt. Die Patente auf gentechnische Veränderungen und isolierte Erbinformationen haben die Kontrolle über die Saatgutproduktion verstärkt und die Marktkonzentration gefördert.

## Offene Fragen

Die Übernahme von Monsanto durch Bayer hat eine Reihe von Fragen aufgeworfen. Obwohl die Europäische Kommission strenge Bedingungen für die Fusion gesetzt hat, bleibt die Frage, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Wettbewerbsfähigkeit und die Vielfalt der Saatgutbestände zu gewährleisten. Die Patente auf Saatgut und gentechnische Veränderungen sind weiterhin ein Kontroverspunkt und könnten die Entwicklung und den Zugang zu neuen Saatgutbeständen einschränken.

Darüber hinaus sind die Auswirkungen der Übernahme auf die landwirtschaftliche Vielfalt und die Ernährungssicherheit noch nicht vollständig bekannt. Die Konzentration der Macht bei wenigen Agrarkonzernen könnte die Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen und die Kontrolle über die landwirtschaftliche Produktion erhöhen. Die Bedeutung dieser Entwicklung für die landwirtschaftliche Nachhaltigkeit und die Ernährungssicherheit ist weiterhin Gegenstand intensiver Debatten und Forschungen.

Die Übernahme von Monsanto durch Bayer stellt einen wichtigen Meilenstein in der Agrobizoindustrie dar und wirft erhebliche Fragen über die Zukunft der Landwirtschaft und der Ernährungssicherheit auf. Die Auswirkungen dieser Fusion auf die Wettbewerbsfähigkeit, die landwirtschaftliche Vielfalt und die Ernährungssicherheit sind weiterhin Gegenstand intensiver Diskussionen und Forschungen.

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