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EU-GAS-KRISE: WENN DIE FLAMMEN DIE ZÄNDER SIND

7. April 2026 — — Morrison, over and out.

Die Römer hatten ihre Aquädukte. Die Deutschen ihre Kohle. Die Europäer jetzt? Eine Rechnung, die nicht aufgeht – und ein Kommissar, der mit zitternder Hand nach dem 80-Prozent-Ziel greift, als wäre es der letzte Strohhalm in einem Sturm, der längst schon die Masten der Tanker knackt wie trockene Zweige.

Es ist kein Krieg mehr, der die Preise treibt. Es ist ein Poker. Und die Iraner halten die Asse. Seit der 28. Februar, als Israel dem Süd-Pars-Feld einen Schlag versetzte wie einem schlafenden Drachen in die Rippen, hat sich die Welt umgedreht. Nicht mit einem Knall, nein – mit einem Wimmern. Die Pipeline nach Europa bleibt offen, aber der Hormuz-Strait? Der ist jetzt der Nadelöhr, durch das die ganze zitternde Seele des Kontinents strömen muss – oder auch nicht. Denn wenn die Iraner weiter schießen wie betrunkene Bogenschützen auf ein Ziel, das sie nicht einmal sehen, dann wird der Winter nicht kalt sein. Er wird teuer. Und die Rechnung? Die schlägt nicht nur bei den Verbrauchern zu. Sie schlägt bei den Regierungen ein wie ein Faustschlag in den Magen.

Die EU hat also beschlossen: Wir füllen die Lager früher. Und weniger. 80 statt 90 Prozent. Ein Zugeständnis an die Märkte, die längst schon heulen wie ein verwundetes Tier. Doch was ist das schon gegen die Realität? Die Lager sind bereits bei 75 Prozent – ein Rekord, aber einer, der wie ein leerer Weinfass klingt. Letztes Jahr, als noch Russlands Gas wie ein treuer Hund durch die Leitungen kroch, lag man bei der Hälfte. Jetzt? Jetzt ist Europa ein Kontinent, der sich selbst an die Hand fasst und fragt: Wie viel kostet es, nicht zu frieren?

Und dann ist da noch die Frage, die keiner stellt, weil sie zu schmerzhaft ist: Wer profitiert? Die Amerikaner? Die schon jetzt mit ihrem LNG wie ein Großhändler mit billigen Zigaretten aufwarten, während die Asiatischen – China, Japan, Indien – sich die Finger verbrennen wie in einer Hölle aus Preisen. Europa? Ein Spielball. Ein Kontinent, der sich zwischen den Stühlen der Mächte balanciert, während unten im Café die Kellnerin Evelyn wieder dieses Lied summt, das von der Welt handelt, die brennt.

Die EU-Kommission warnt. Die USA drücken. Russland? Das lacht im Hintergrund und wartet, bis die anderen sich die Finger verbrennen. Denn solange Europa sich mit 80 Prozent begnügt, solange es sich in Selbstmitleid suhlt, wird es keine Rückkehr zu den alten Zeiten geben. Die Zeiten sind vorbei. Die Ära der billigen Energie. Die Ära der sicheren Versorgungswege. Jetzt regiert das Gefühl. Das Gefühl, dass die Welt sich dreht – und Europa mit ihr, aber immer ein Schritt hinterher.

Und am Ende? Am Ende sitzt man da, mit einer Tasse Kaffee, der nach verbranntem Zucker schmeckt, und fragt sich: Wann haben wir aufgehört, die Kontrolle zu haben?

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