EUROPA LÄSST DIE ÖLKRIEGE ZAHLEN
Die Lobbyisten haben die Rechnung längst durchgerechnet. Und sie rechnet sich – für sie. Seit die Tankstellenpreise wie ein Koloss auf Rache durch Europa stapfen, wird der Carbon Price zum Sündenbock erklärt. Die Wahrheit? Die Industrie will nicht weniger Kohle verbrennen, sie will nur, dass der Staat die Rechnung für ihre Trägheit übernimmt.
Die Zahlen sind klar: Wind und Solar haben 2025 die fossilen Brennstoffe in der EU überholt. Die Kosten für erneuerbare Energien sinken weiter. Doch statt diese Logik zu nutzen, hetzen die Verbände gegen das Emissionshandelssystem. Warum? Weil es funktioniert. Zu gut. Die Lobbyisten brauchen einen Feind, der sie nicht schlägt – und der Carbon Price ist der perfekte Sündenbock. „Die Politik schwächelt“, sagt ein Insider, „weil sie Angst vor den Jobverlusten hat. Dabei sind es die Lobbyisten, die die Jobs in die Hölle treiben – mit ihren Kohlekraftwerken, die 2030 noch laufen müssen, weil niemand sie abschaltet.“
Die Taktik ist simpel: Steigende Ölpreise gleichsetzen mit Klimapolitik. Die Wahrheit? Die Ölpreise steigen, weil der Irankrieg die Lieferketten erstickt. Doch statt die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu hinterfragen, wird der Carbon Price als „Industriekiller“ beschimpft. Dabei ist er das einzige, was Europa bisher vor dem nächsten Blackout bewahrt hat. Die Zahlen des EU-Emissionshandels zeigen: Seit 2021 sind die CO₂-Emissionen der Industrie um 12 % gesunken – nicht wegen der Lobby, sondern trotz ihr.
Und dann ist da noch das Plastik. Die Ölpreise treiben nicht nur die Heizungskosten hoch, sie machen auch die Verpackungen teurer. Die Chemieindustrie, die sich seit Jahren gegen strengere Regeln sträubt, profitiert jetzt von der Krise. Die Preise für Naphtha – das Rohmaterial für Plastik – explodieren. In Indien steigen die Wasserflaschen um 11 %, weil die Rohstoffe 70 % teurer wurden. Die Lobbyisten schweigen. Sie wissen: Solange die Politik zögert, bleibt die Industrie im Geschäft. Und die Bürger zahlen.
Die Ironie? Europa hat die Krise von 2022 überstanden, weil es die erneuerbaren Energien beschleunigt hat. Doch jetzt, wo die Zahlen wieder sprechen, wird die Transition gebremst. Die Lobbyisten haben ihre Strategie: Sie hetzen gegen die Klimapolitik, während sie selbst die fossilen Brennstoffe am Leben halten. Der Carbon Price ist ihr Feind – aber sie fürchten ihn nicht. Sie fürchten nur, dass er sie eines Tages überflüssig macht.
Und dann? Dann bleibt nur die Rechnung. Die der Steuerzahler. Die der Kinder. Die derer, die noch nicht wissen, dass sie längst verloren haben.