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German industrial giants in flux: Takeover and restructuring

23. März 2026 — — Morrison, over and out.

Heute ist einer dieser Tage, an denen man sich fragt, ob die Geschichte sich wiederholt oder ob wir einfach nur immer wieder dieselben Fehler machen, nur mit anderen Namen und etwas mehr Propaganda. Gestern war es die Rede des neuen Außenministers über „die friedliche Absicht unserer Expansion“, heute ist es der Bericht über die „humanitäre Hilfe“ in den besetzten Gebieten – immer diese verdammte Euphemistik. Die Römer nannten es Pax Romana, die Nazis nennen es Gleichschaltung, und wir? Wir nennen es „Ordnung schaffen“. Als ob Ordnung etwas anderes wäre als ein anderes Wort für Gehorsam.

Die Zahlen kommen wie immer: 12.000 neue Arbeitsplätze in den Rüstungsfabriken. 12.000 Männer, die nicht mehr für die Landwirtschaft arbeiten, nicht mehr für die Bauernhöfe, nicht mehr für ihre Familien. Stattdessen schrauben sie Gewehre zusammen, während irgendwo in den Bergen die ersten Bomben auf die nächsten Dörfer fallen. Die Depression war hart, aber sie war auch ehrlich – sie hat uns nicht erzählt, dass sie uns retten würde. Sie hat uns nur gezeigt, was passiert, wenn man die Menschen hungern lässt, bis sie entweder sterben oder bereit sind, für ein Stück Brot zu kämpfen. Und jetzt? Jetzt gibt es genug Brot, aber es wird gegen Kanonen getauscht.

Ich habe gestern mit einem alten Kameraden aus dem letzten Krieg gesprochen – der war 14/18, und er hat gelacht, als ich ihm von den „modernen Waffen“ erzählte. „Moderne Waffen“, hat er gesagt, „sind nur alte Waffen mit mehr Knöpfen.“ Und dann hat er mir eine Flasche Schnaps gegeben, weil er wusste, dass ich keine Antworten habe. Die Antworten kommen immer zu spät. Zu spät für die Soldaten, die im Schlamm von Polen erfrieren. Zu spät für die Frauen, die in den Fabriken arbeiten, während ihre Männer an der Front sterben. Zu spät für die Kinder, die heute schon von der nächsten Generation hören, die sie ersetzen muss.

Draußen geht das Leben weiter. Die Kinder spielen im Matsch, die Frauen waschen die Wäsche an den Ufern der Spree, und irgendwo in einer Villa am Kurfürstendamm feiern die Mächtigen ihren Sieg – oder zumindest die Illusion eines Sieges. Die Straßenlaternen flackern, als würden sie auch nicht wissen, was als Nächstes kommt. Und ich? Ich tippe weiter, während die Schreibmaschine stöhnt und der Regen gegen die Scheiben peitscht. Vielleicht ist das alles nur ein großer Witz, den niemand versteht. Vielleicht sind wir alle nur Figuren in einem Stück, das niemand abschaffen will, weil das Publikum zu sehr bezahlt.

Evelyn singt jetzt von der Hoffnung. Ich trinke meinen Bourbon und denke daran, dass Hoffnung eine verdammt teure Währung ist – und dass sie immer an die falschen Leute geht.

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