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Globaler Rüstungstrend und Sicherheitsprobleme: Waffenschmuggel, Embargos und Hyperschallwaffen

24. März 2026 — — — Hagen, Oberstleutnant a.D.

Russland hat die Ukraine überfallen, und jetzt sitzen wir alle hier und starren auf die Konsequenzen. Die USA haben ihr Hyperschallwaffen-Programm eingestellt – nicht weil sie keine Lust mehr haben, sondern weil sie es nicht mehr können. Die DARPA hat die Rechnung gemacht: Hyperschallwaffen sind teuer, unberechenbar und vor allem unberechenbar für den eigenen Piloten. Also wird das Programm eingestellt, aber der Nachfolger ist schon in Planung. Weil Krieg ist wie ein schlechter Kredit: Man kann ihn nicht einfach abschließen, man muss nur die Zinsen zahlen. Und die Zinsen heißen neue Technologie.

Die Schweiz? Die liefert Waffen an Russland. Nicht direkt, nicht offiziell – aber wenn die Schweiz nicht mehr so tun kann, als wäre sie ein neutraler Bankier mit moralischen Skrupeln, dann ist das ein Problem. Weil Waffen sind wie Bargeld: Sie verschwinden nie ganz. Sie werden nur umgeschichtet. Und irgendwann landen sie in den Händen von Leuten, die keine Lust auf Diplomatie haben. Finnland warnt vor Waffenschmuggel aus der Ukraine – nicht nur von der Armee, sondern von Banditenclans. Die haben keine Uniformen, aber sie haben Gewehre. Und die Gewehre kommen aus irgendwoher. Vielleicht aus Deutschland. Vielleicht aus der Schweiz. Vielleicht aus einem Lager in Polen, das jemand vergessen hat abzuschließen.

Die EU hat Embargos gegen Syrien und die Türkei verhängt. Klingt gut. Fühlt sich gut an. Bis man merkt, dass Embargos wie ein nasser Handschuh sind: Sie schützen die Hände des Trägers, aber der Rest der Welt friert trotzdem. Die Türkei kauft weiter Waffen. Syrien baut weiter Festungen. Und Russland? Russland lacht sich ins Fäustchen, weil es seine Lieferketten über den Iran und andere Drittländer führt. Der Iran, der übrigens gerade einen Trumpf gegen die USA hat – nicht im Sinne von Poker, sondern im Sinne von Öl. Weil der Bab al-Mandab ist ein Flaschenhals, und wenn der verstopft, dann wird das Öl teuer. Sehr teuer. Und wenn das Öl teuer wird, dann wird der Krieg noch teurer. Weil dann die Fabriken in Deutschland, die die Munition für die Ukraine drehen, ihre Preise erhöhen. Weil dann die Soldaten in der Ukraine weniger Geld für Essen haben. Weil dann irgendwo ein junger Mann in Donezk ein Gewehr kauft, das eigentlich für die Bundeswehr bestimmt war – aber jetzt in seinen Händen liegt.

Und dann ist da noch Deutschland. Die Rüstungslobby ist stark. Sehr stark. Sie flüstert den Politikern ins Ohr, was sie hören wollen: Ja, wir brauchen mehr Panzer. Ja, wir brauchen mehr Raketen. Ja, wir brauchen mehr alles. Aber wer profitiert wirklich? Die Fabriken? Die Banken? Die Männer in den Uniformen, die am Ende trotzdem sterben? Die Zahlen sind da: Divisionen, Kaliber, Fabriken. Aber hinter den Zahlen stehen Menschen. Und die Menschen sterben. Immer.

Die offenen Fragen sind nur die Spitze des Eisbergs. Wie viel Waffenschmuggel gibt es wirklich? Wer verkauft? Wer kauft? Und vor allem: Wer verdient? Die Schweiz tut so, als wäre sie sauber. Finnland warnt vor Banditen. Die USA spielen mit Hyperschallwaffen. Aber am Ende geht es nicht um Technologie. Es geht um Macht. Und Macht ist wie ein Messer: Sie kann heilen. Sie kann schneiden. Sie kann töten. Und sie wird immer schärfer.

Also setz dich hin, mein Freund. Setz dich hin und denk darüber nach, wer gerade Stahl bestellt. Denn Stahl ist nur der Anfang. Der Rest ist Blut. Und der Rest ist Krieg.

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