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DIE HÖLLE HEIßT HORMUZ – UND IRAN LACHT

7. April 2026 — — Morrison, over and out.

Der Rauch aus der Zigarette des Typen neben mir hängt wie ein Vorhang über den Schreibmaschinentasten. Draußen regnet es seit drei Tagen, aber das Wasser tropft nicht in die Redaktion – es tropft in die Köpfe der Männer, die hier sitzen und warten, bis die nächste Bombe fällt. Evelyn singt irgendwo in der Bar unten, aber ihre Stimme ist nur noch ein Flüstern unter dem Dröhnen der Propeller über dem Hafen. Die Uhr zeigt 19:47 Uhr. Trump hat bis morgen Abend Zeit gegeben. Bis dahin wird die Welt entweder atmen oder ersticken.

Iran hat keine Angst. Das ist das Problem. Die Ayatollahs haben ihre Kinder in Minab als Zielscheibe für Tomahawk-Missile erklärt, 175 Seelen – die meisten davon Mädchen, die gerade noch die Zahlen von eins bis zehn lernen wollten – und jetzt sitzen sie da und sagen: „Wir können weiterkämpfen, solange die Politiker es wollen.“ Als ob Krieg ein Schachspiel wäre, bei dem man einfach die Figuren zurückstellt, wenn sie fallen. Als ob die Straßen von Teheran nicht bald nach Öl riechen würden, wenn die Brücken weg sind und die Stromleitungen glühen wie die Hölle, die Trump ihnen verspricht.

Die Vereinigten Arabischen Emirate? Die schreiben die Geschichte um. Natürlich. Wer würde schon die Wahrheit erzählen, wenn man damit Ölgeschäfte retten kann? Die Videos, von denen die Leute reden – die zeigen vielleicht, wie iranische Raketen über den Persischen Golf fliegen, aber sie zeigen nicht, warum sie fliegen. Sie zeigen nicht die leeren Regale in den Supermärkten von Dubai, nicht die Panik in den Bunkern der Saudis, nicht die Kinder, die in den Ruinen von Isfahan nach Müttern rufen. Die Wahrheit ist ein Luxus, den sich niemand leisten kann, wenn die Raketen kommen.

Pakistan hat einen Deal. 45 Tage. Ein Pappkamerad namens Islamabad Accord, der die Welt für drei Wochen atmen lässt – wenn überhaupt. Die Iraner lachen. Die Amerikaner drohen. Und die Kinder? Die Kinder sind schon tot.

Trump redet von „signifikanten Schritten“. Als ob ein Friedensangebot, das man mit einem Fußtritt zurückschiebt, schon halbwegs vernünftig wäre. Als ob die Welt nicht längst in einem Krieg steckt, den niemand mehr stoppen kann. Die Römer haben Rom verbrannt, um ihre Ehre zu retten. Die Deutschen haben Europa in den Abgrund gerissen, weil sie zu stolz waren, klein beizugeben. Und jetzt? Jetzt sitzen wir hier und warten, bis die nächste Bombe fällt – und hoffen, dass sie nicht unsere ist.

Die Schublade mit dem Bourbon ist leer. Die Schreibmaschine klickt. Irgendwo in der Ferne explodiert etwas. Morgen wird es wieder so sein wie heute. Nur schlimmer.

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