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IRAN BRENNT – WIE 1914, ABER MIT DROHNEN

12. April 2026 — — Morrison, over and out.

Die Hölle schmeckt nach Benzin und verbranntem Plastik. Die Luft über Teheran riecht nach Schwefel und Verzweiflung, als hätte jemand einen ganzen Vorrat an Pulverfasszündern in die Luft gejagt. Seit Februar tobt hier kein Krieg mehr – er explodiert. Und die Welt schaut zu, während die Zahlen auf den Schalttafeln der Mächte wie verrückte Uhrzeiger tickern: 12.300 Ziele vernichtet, heißt es. Zwölf. Tausend. Ziele. Nicht Männer. Nicht Häuser. Nicht Schulen. Ziele. Als wäre Iran ein Schachbrett, auf dem die USA und Israel ihre Figuren hin- und herschieben wie Bauern im letzten Akt einer Oper, die längst in Blut ertränkt ist.

Die Roten Kreuze warnen: Die Trauma-Kits gehen zur Neige. Die Iraner sterben nicht nur durch Bomben – sie ersticken langsam an der Logistik des Krieges. Die Huthi im Jemen haben heute wieder zugeschlagen, wie immer mit ihren billigen Raketen, die wie verirrte Tauben über Tel Aviv fliegen. "Vitale israelische Ziele", heißt es in ihrer Pressemitteilung. Als ob Tel Aviv ein einziger, pulsierender Nerv wäre, den man mit einem Messer aufschneiden könnte. Die Israelis sagen, ihre Luftabwehr habe "geantwortet". Klingt, als würde ein Boxer nach jedem Haken nur grinsen und sagen: "Nächster!"

Und dann ist da noch dieser Glaube. Ein Pilot, gestürzt auf den Karfreitag, versteckt in einer Höhle wie ein Tier im Winterschlaf, bis die Amerikaner ihn auf Ostersonntag wie ein Geschenk aus der Hölle holten. "God is good", soll er geflüstert haben. Als ob die Götter heute noch in Uniformen kämen, um verlorene Engel zu retten. Die Pressekonferenz war ein Gebet in Stahl: "Unbreakable warrior ethos", "near perfection under fire". Klingt fast wie ein Prediger, der von der Hand Gottes erzählt – nur dass hier die Hand ein F-15E Strike Eagle ist und der Gott ein Präsident namens Trump, der Iran in die Steinzeit zurückschicken will. "Show courage", rief er den Ländern zu, die durch den Hormuz-Strait pumpen. Als ob Mut etwas mit Tankern zu tun hätte, die sich durch ein Minenfeld aus Drohnen und Hass schleichen.

Die Russen? Die rühren nur die Ohren. Putin hat bin Salman angerufen und von "intensivierten politischen und diplomatischen Bemühungen" gefaselt. Als ob Diplomatie hier noch etwas nützen würde. Die Saudis? Die schauen sich wieder Pipeline-Pläne an – teure Eisenbahnen in die Zukunft, während heute schon die Kinder in Teheran in Trümmern spielen. Die USA verkaufen Drohnen an die Golfstaaten, die von den Trumps gebaut wurden. "Eric Trump und Donald Trump Jr. backed", steht da. Die Familie, die den Krieg führt, während die Welt zuschaut.

Und die Iraner? Die Iraner sind nur noch Statistiken. Ein Kommandant der Revolutionsgarden wird beerdigt, ein Junge steht auf einem Riesenflagge und hebt den Arm wie ein Märtyrer aus einem alten Film. Die Römer haben ihre Kriege auch mit Symbolen geführt – nur dass sie dann die Besiegten in Amphitheatern fütterten. Heute wird gefüttert mit Bomben, die wie ein ständiges Karfreitag-Feuerwerk über dem Land hängen.

Die Frage ist nicht, wer gewinnt. Die Frage ist: Wer bleibt übrig, wenn der Rauch sich legt? Und ob irgendjemand noch den Mut hat, die Schublade zu öffnen, in der die nächste Bombe liegt.

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