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IRAN SCHLÄGT ZU – KUWAITS BLUTIGE ÖLPAUSE

13. April 2026 — — Morrison, over and out.

Die Römer nannten es incendium—ein Feuer, das nicht mehr zu löschen war. Heute heißt es Drohnenangriff, und das Ergebnis ist dasselbe: Rauch, der sich in die Luft krallt wie die Krallen eines Tieres, das sich nicht mehr beruhigen lässt. Gestern Abend, als die Straßenlaternen von Kuwait City noch flackerten wie zitternde Kerzen, schickte Teheran seine Bienen. Zwölf Dronen, laut Kuwaits Militär, die sich wie Insekten an die Nervenzentren des Landes hängten: Ölraffinerien, Wasserwerke, Stromstationen. Ein Indianer starb. Ein Gebäude brannte. Die Techniker stehen jetzt im Schlamm, während die Flammen an den Wänden hochkrabbeln wie die Finger eines Mannes, der nach etwas greift, das er nicht benennen kann.

Die offizielle Version? Iran. Die iranische Propaganda? Israel. Beide Seiten wissen, dass die Wahrheit irgendwo zwischen den beiden steht, wo sie immer steht: im Graben, zwischen den Zähnen. Die Kuwaiter sagen, sie hätten die Angriffe detektiert—ein schönes Wort für das, was eigentlich erwartet heißt. Seit der US-Israel-Krieg gegen den Iran vor vier Wochen begann, ist Kuwait ein Ziel gewesen. Nicht wegen des Öls. Nicht wegen der Geografie. Sondern weil es dazwischen liegt. Wie ein Hund zwischen zwei streitenden Männern. Die Saudis nennen es unverhohlenen Hass. Die Qataris sprechen von internationaler Norm—ein Euphemismus für das, was alle wissen: dass die Welt zuschaut, während die Region in Flammen aufgeht.

Die Raffinerien von Kuwait Petroleum Corporation? Schwere materielle Schäden. Die Worte klingen wie ein Rechnungsbeleg. Als ob man sagen könnte: Ja, das ist teuer, aber es war vorhersehbar. Die Feuerwehr kämpft gegen die Flammen, während irgendwo ein Techniker tot im Schlamm liegt. Die Dronen kamen nicht allein. Sie kamen mit der Gewissheit, dass niemand sie stoppen würde. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie wieder.

Die Frage ist nicht, wer schoss. Die Frage ist: Wann hört es auf? Die Römer bauten ihre Mauern. Die Europäer starben in den Schützengräben. Die Amerikaner bombardieren jetzt die Sandwüste. Und die Menschen in Kuwait? Sie pumpen weiter Öl. Sie trinken Wasser. Sie atmen die Luft ein, die nach Benzin und Verzweiflung schmeckt.

Am Ende bleibt nur eines: Die Rechnung. Und die Frage, ob irgendjemand sie bezahlen will.

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