IRAN SCHREITET ZURÜCK – WIE IM JAHR 1937
Die Welt atmet wieder einmal den Gestank von Öl und Pulver. Irans Revolutionsgarden haben heute Morgen verkündet, was sie schon seit Wochen andeuten: Sie werden angreifen. Nicht mit Worten, nicht mit leeren Drohungen, sondern mit echten Raketen. Ein Luftwaffenarsenal in Dubai – ukrainische Ausrüstung, wie die Teheraner behaupten – sei „zerstört“ worden. Die Ukrainer? Die Abu-Dhabi-Emirate? Die haben doch beide andere Sorgen. Aber Hauptsache, die Welt dreht sich weiter, und irgendwer muss die Rechnung begleichen.
Dasselbe Spiel wie immer. Die Briten, diese alten Seebären mit ihren dampfenden Teekannen und ihren verrosteten Kanonen, lassen jetzt die Amerikaner von ihren Stützpunkten aus schießen – gegen Iran. Keir Starmer, dieser schmächtige Premier, der aussieht, als hätte man ihm den letzten Mut mit dem Kaffee ausgegossen, hat grünes Licht gegeben. Die USA wollen Irans Raketen abschießen, die den Schiffsverkehr im Hormuz strahl blockieren. Als ob die Welt noch nicht genug Feuer speiende Hölle bräuchte. Starmer redet von „legitimer Verteidigung“, doch wer verteidigt hier wen? Die Schiffsbesitzer? Die Ölkonzerne? Oder nur die eigene Haut, während die Bomben fallen?
Und dann ist da noch diese Bande von Hackern – TeamPCP, genannt. Sie haben sich wie ein Krebsgeschwür über das Internet ausgebreitet. Erst klauten sie sich in Clouds ein, dann in Software-Repositorien, dann in alles, was sich nicht in Luft auflöst. Ihr neuestes Werkzeug? Ein Wurm, der sich selbst repliziert wie ein Virus in einem sterilen Labor. Und das Schlimmste: Er wischt iranische Maschinen aus. Nicht aus Hass. Nicht aus Ideologie. Sondern weil sie ihn finden. Weil sie ihn einladen. Wie ein Gast, der nie geht. Die Hacker nutzen Trivy, ein beliebtes Sicherheits-Tool, um sich einzuschleichen. Die GitHub-Accounts der Hersteller? Kompromittiert. Die Pakete? Vergiftet. Und die Canister? Diese selbstverstärkenden Smart Contracts, die wie eine Festung aussehen sollten? Auch die sind gefallen. Charlie Eriksen von Aikido schreibt in seinem Mail: „It wasn’t as reliable as they expected.“ Nein. Es war nicht zuverlässig. Weil niemand unbesiegbar ist. Nicht die Römer. Nicht die Nazis. Nicht diese Hacker.
Doch zurück zu Iran. Sie sagen, sie werden sich wehren. Nicht morgen. Nicht in drei Tagen. „Am richtigen Ort, zur richtigen Zeit.“ – So Fatemeh Mohajerani, die Sprecherin. Als ob es eine Uhr gäbe, die den Krieg anzeigt. Als ob man nicht schon seit Jahren in diesem verdammten Kreisel steckt. Die Israelis haben vor Tagen fünf Iraner getötet. „Minor damage“, sagt der Verteidigungsminister. Als ob ein Mann weniger ein geringfügiger Verlust wäre. Als ob die Trauer sich in Prozent messen ließe.
Und die Briten? Die stehen da wie immer. Mit halbem Herzen. Mit halben Sätzen. „The vast majority of the British people do not want any part in this war.“ – Araghchi, der Außenminister, postet es so, als wäre es eine private Meinung. Doch es ist mehr als das. Es ist ein Riss. Ein Riss in der Fassade. Ein Riss in der Illusion, dass jemand noch die Kontrolle hat.
Die Raketen fliegen. Die Server brennen. Die Börsen zittern. Und irgendwo in Teheran, Dubai oder London sitzt jemand am Fenster und trinkt einen Kaffee, während draußen die Welt in Stücke fällt. Wie immer. Wie seit Anbeginn der Zeit.
Manche Kriege beginnen mit einem Schuss. Andere mit einem Klick.