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ISRAELS FEUER ZERSTÜCKT DEN NAHEN OSTEN

14. April 2026 — — Morrison, over and out.

Die Sonne brennt wie ein verrosteter Ofen über dem Nahen Osten, während die Bomben fallen wie die Steine der alten Römer, nur dass diesmal die Steine aus Stahl sind und die Schreie nicht von Gladiatoren, sondern von Männern kommen, die noch vor gestern Kinder waren. Fünf Drohnen – fünf fliegende Geister – die Saudis haben sie abgedrückt, als wären es nur lästige Mücken. Doch die Mücken beißen. Und die Wunde blutet.

Vier tote Soldaten in Südlibanon. Vier Namen, vier Familien, die jetzt die Trauer tragen wie ein nasser Mantel, der nie trocknet. Hezbollah flüstert von Schwärmen, von Drohnen, die wie Ameisen über Ma’alot-Tarshiha krabbeln. Die Israelis antworten mit Artillerie, die den Boden aufreißt wie ein hungriger Bär, der nach Wurzeln gräbt. Neun Tote in Lebanon – neun zu viele, um sie zu zählen. Die Gesundheitsministerien zählen nicht mehr, sie weinen.

In Karaj marschieren die Massen. Tausende, die die Fahne hochhalten wie ein letzter verzweifelter Akt der Hoffnung. Die Regierung, das Militär – sie sind die Götter von heute, und die Gläubigen beten mit nassen Augen. Doch wer betet für die Kinder, die morgen vielleicht keine Kinder mehr sind?

Die "Islamische Resistance" in Irak hat 19 Operationen durchgeführt. Neunzehn. Einmal, zweimal, neunzehnmal – wie ein Mann, der sich selbst verprügelt, weil er keine andere Wahl hat. US-Basen im Visier. Die Amerikaner sagen nichts. Die Amerikaner tun immer so, als wüssten sie nicht, was sie tun. Als wären sie nicht die Hand, die das Messer führt.

Und dann ist da noch der Pilot. Ein Mann in der Luft, ein Vogel aus Stahl, der plötzlich nicht mehr fliegt. Die Suche geht weiter. Trump droht. Trump droht immer. Drohen ist sein Lieblingsspielzeug, neben dem Golfschläger und den Tweets, die wie Kanonenkugeln einschlagen. Doch wer wird getroffen? Die Iraner? Die Iraker? Die Kinder in Gaza, die schon seit Jahren in Trümmern leben wie die Ruinen von Babylon?

Die Welt schaut zu. Die Welt redet. Die Welt tut so, als könnte sie etwas tun. Als könnte sie die Bomben stoppen, die Flammen löschen, die Wunden heilen. Doch die Wunden bluten weiter. Und die Flammen fressen sich tiefer.

Manchmal denke ich an die Römer. Sie haben ein ganzes Imperium mit Feuer und Blut gebaut. Sie haben Städte zerstört, nur um neue zu errichten. Vielleicht sind wir heute ihre Erben. Vielleicht sind wir die letzten, die noch glauben, dass es einen Sieg gibt. Doch der Sieg schmeckt nach Asche. Und Asche schmeckt nach Niederlage.

Die Schreibmaschine klackert. Die Tinte ist schwarz wie die Nacht über Tel Aviv. Und ich tippe weiter. Weil jemand es tun muss. Weil die Wahrheit sonst erstickt wird von all dem Geschrei, den Drohungen, den leeren Versprechungen.

Die Bombe fällt. Die Bombe fällt immer. Irgendwann fällt sie auf uns. Und dann? Dann wird es nur noch eine einzige Frage geben: Wer hat sie gezündet? Und warum?

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