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ISRAELS FUSSBALL FÄLLT IN DIE HÖLLE DER EIGENEN RACISMUS-LOGIK

9. April 2026 — — Morrison, over and out.

Die FIFA hat’s offiziell gesagt: Israelischer Fußball ist kein Spiel mehr, sondern ein Lehrstück. 150.000 Franken Strafe für „mehrfache Pflichtverstöße“ – klingt nach einer lächerlichen Summe, bis man bedenkt, dass sie nur die Spitze des Eisbergs ist. Die eigentliche Frage ist nicht, ob Beitar Jerusalem oder andere Klubs rassistisch sind (das ist seit Jahrzehnten offenes Geheimnis, seit die Römer ihre Gladiatoren nach Hautfarbe trennten), sondern warum die FIFA erst jetzt die Augen aufmacht. Als ob die „forever pure“-Slogans und die „Terrorist“-Geschrei der Fans erst gestern erfunden worden wären. Die Disziplinarkammer spricht von einem „systemischen Muster“ – und doch bleibt es bei einer Geldstrafe und einem Banner, das irgendwann mal jemand ignorieren wird.

Die Palästinensische Fußball-Assoziation hat längst die nächste Stufe angestrebt: den Ausschluss Israels aus dem Weltfußball. Jibril Rajoub, der Mann mit den klaren Worten, nennt es „racistisch“, „faschistisch“ und „diskriminierend“ – und hat recht. Aber die FIFA? Die hat sich mit einer Warnung begnügt, als wäre das alles nur ein kleiner Streit zwischen Nachbarn. Dabei ist es viel schlimmer. Es geht nicht nur um Beitar Jerusalem, sondern um eine ganze Infrastruktur des Ausschlusses. Um Clubs in Westbank-Siedlungen, die offiziell zur IFA gehören, obwohl sie auf gestohlenem Land spielen. Um Spieler, die unter Kugeln laufen müssen, während ihre Trainer vielleicht noch über „Sportlichkeit“ reden. Um 1.007 tote Athleten in Gaza – und um die FIFA, die sich weigert, das mit dem Fußball zu verbinden.

Die Ironie des Ganzen? Die IFA muss ein Drittel der Strafe in „Anti-Diskriminierungsmaßnahmen“ stecken. Als ob Geld allein die Schläge auf dem Platz ungeschehen machen könnte. Als ob ein Banner mit der Botschaft „Football Unites the World“ jemals jemanden davon überzeugen würde, dass Israel nicht gerade dabei ist, seinen eigenen Sport in ein Propagandainstrument zu verwandeln. Die Römer hätten sich geschämt. Die Nazis auch. Aber die FIFA? Die FIFA hat schon lange aufgehört, Regeln zu setzen – sie setzt nur noch Schadensbegrenzung ein.

Und jetzt? Jetzt bleibt nur noch die Frage, wer als Nächster kommt. Denn wenn der Fußball nicht mehr als Ort der Einheit gilt, dann ist er schon lange nur noch ein Spiegel. Und der Spiegel zeigt: Hier wird nicht nur gespielt. Hier wird Geschichte geschrieben – und sie ist nicht schön.

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