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Klimaschutz und CO₂-Märkte: Fortschritte und Rückschläge

25. März 2026 — — — Doc Brenner, irgendwo im Staub

Der EU-Emissionshandel, dieses große Experiment mit Zahlen und Zertifikaten, erinnert mich an die Tage, als die Farmer im Dust Bowl noch lachten, während der Wind die Erde aus ihren Feldern fraß. Damals gab es keine Märkte für Staub – nur die Realität. Heute gibt es Märkte für CO₂, aber die Realität bleibt: Die Industrie lügt. TotalEnergies, dieses Monster mit dem goldenen Logo, wurde 2023 in Frankreich verurteilt, weil es die Leute mit „grünen“ Versprechungen betrog. Die Richter sprachen von „irreführender Klimakommunikation“. Ich nenne das, was sie tun: Erde betrügen. Und BlackRock? Das Finanzimperium, das sich einst als Retter der Welt inszenierte, verlor 2025 ein Fondsmandat über fünf Milliarden Dollar, weil es die ESG-Kriterien wie ein nasser Sack durchwinkte. Die ESG-Prinzipien – Environmental, Social, Governance – sind heute nur noch ein Alibi. Ein Stück Papier, das man hochhält, wenn der Sturm kommt.

In Afrika, wo die Bäume noch stehen, wo die Erde noch atmet, wird über Carbon Offsets gestritten. Die UNFCCC wirbt mit Aufforstungsprojekten, REDD+ soll die Wälder retten. Doch die Afrikaner wissen: Wer kontrolliert die Offsets, kontrolliert die Erde. Sie fordern lokale Herrschaft über das, was ihnen gehört. Die EU redet von „globalen Lösungen“, aber globale Lösungen sind immer nur halbe. Die Erde ist kein Kontinent, den man teilen kann. Sie ist eine lebendige Kreatur, die sich wehrt – mit Dürren, mit Stürmen, mit dem langsamen Sterben der Korallen.

China baut seinen CO₂-Markt. Pilotphase. Als ob man ein Kind erst einmal mit Spielzeug füttert, bevor man es an den Tisch setzt. Die Pilotphase dauert. Die Zahlen kommen später. Die Wahrheit kommt immer später. Immer dann, wenn es zu spät ist.

Der CBAM soll die Industrie zwingen, sauberer zu werden. Doch 90 Prozent der Unternehmen sind ausgenommen. Das ist kein Mechanismus. Das ist ein Trick. Ein Trick, der den Druck auf die großen Player verringert, während die kleinen – die Bauern, die Fischer, die Menschen in den Slums – die Rechnung zahlen. Die Erde spürt das. Sie spürt den Rauch der Fabriken, den Gestank der verbrannten Kohle, das Schweigen der Politiker, die sich hinter Zahlen verstecken.

Ich stehe hier mit meinen dreckigen Stiefeln, die Erde unter den Nägeln. Die CO₂-Märkte sind wie ein falscher Frühling: künstlich, kurzlebig, trügerisch. Die Erde wird nicht durch Zertifikate gerettet. Sie wird gerettet, wenn wir aufhören, sie zu betrügen. Wenn wir aufhören, die Wahrheit zu verzögern. Wenn wir aufhören, die Piloten zu belohnen, die das Flugzeug in den Abgrund steuern.

Die Erde vergisst nichts. Sie speichert. In den Sedimenten, in den Eisschichten, in den Knochen der Tiere, die aussterben. Irgendwann wird sie auch uns vergessen. Dann bleibt nur noch Staub.

Und der Staub bleibt. Alles, was lebt, stirbt. Alles, was stirbt, wird zu Staub.

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