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Künstliche Intelligenz: Fortschritte, Anwendungen und Regulierung

23. März 2026 — — — Ada Voss, auf Sendung

Heute geht’s um die Elektronische Fernschreibmaschine, diese neue Spielerei der Deutschen Reichspost. Ein Gerät, das Briefe nicht mehr per Kurier, sondern per Strom übertragen soll – in Sekunden, nicht in Stunden. Die Technik ist simpel: Ein Sender wandelt Buchstaben in elektrische Impulse um, ein Empfänger setzt sie wieder in Druckbuchstaben um. Kein Papier mehr, das durch die Hände von Zensurbeamten wandert. Kein Risiko, dass ein Brief in der Post verloren geht oder von der falschen Hand geöffnet wird. Effizient. Das ist das Wort, das sie alle flüstern.

Aber wer profitiert wirklich? Nicht die Leute, die diese Maschinen bedienen müssen – die jungen Männer mit den blassen Gesichtern, die in den Postämtern stehen und die Drähte anlächeln wie alte Geliebte. Nein. Die Profiteure sitzen in den Büros der Telefunken-Firma, wo die Ingenieure mit ihren Anzügen und den goldenen Uhrketten über „Sparpotenziale“ reden. Die Post spart Geld, weil sie weniger Personal braucht. Die Industrie spart Geld, weil sie schneller liefern kann. Und der Staat? Der spart Zeit – Zeit, die er für andere Dinge braucht, wie zum Beispiel für die Aufrüstung.

Aber was kostet das? Die Maschinen sind teuer. Die Drähte müssen verlegt werden, die Funkstationen verstärkt. Und wer zahlt das? Der Steuerzahler. Der kleine Mann, der sein Geld für Brot und Kohle ausgibt, während oben die Technik wie ein lebendiger Organismus wächst – unkontrollierbar, unberechenbar. Ich habe schon oft gehört, wie die Funkamateure in ihren kleinen Häuschen an den Rändern der Städte flüstern: „Die wissen nicht, was sie da anfangen. Irgendwann wird das alles zusammenbrechen wie ein Kartenhaus.“

Und dann ist da noch die Frage der Kontrolle. Diese Fernschreibmaschinen – sie sind nicht nur ein Werkzeug. Sie sind ein Auge. Ein Auge, das alles sieht, was durch die Drähte läuft. Die Post kann mitlesen. Die Zensur kann mitlesen. Und wenn die Maschinen einmal im Netz sind, wird niemand mehr wissen, wer wirklich was geschickt hat. Die Wahrheit wird zur Frage – und die Fragen bleiben unbeantwortet.

Ich habe gestern mit einem Techniker geredet, einem Mann namens Bauer. Er hat mir gezeigt, wie die Impulse aussehen, wenn sie durch die Drähte flitzen – wie kleine, unsichtbare Fliegen, die an der Decke vorbeikrabbeln. „Das ist kein Fortschritt“, hat er gesagt. „Das ist nur ein neuer Käfig.“

Und ich frage mich: Wer hat den Schlüssel?

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