← Zurück zur Titelseite Vermischtes

Künstliche Intelligenz und Cyberangriffe: Militär, Finanzskandale und Rüstungsexporte im Fokus

22. März 2026 — — — Kastner

Die Vereinigten Staaten von Amerika, dieses Land der unbegrenzten Möglichkeiten und der unendlichen Heuchelei, hat gerade beschlossen, dass Künstliche Intelligenz nicht nur ein nettes Spielzeug für die Wall Street ist, sondern auch ein Werkzeug für die Bundeswehr. OpenAI, dieses Start-up, das sich gerne als Wächter der Demokratie inszeniert, während es gleichzeitig mit dem Pentagon über die Zukunft des Krieges verhandelt, hat eine Managerin namens Caitlin Kalinowski, die mit der gleichen kühlen Berechnung spricht wie ein Diplomatenprotokoll aus dem Jahr 1929: „Wir werden die Technologie nicht für autonome Waffen oder Inlandsüberwachung nutzen.“ – als ob diese Worte nicht längst in den Statuten von Google gestrichen worden wären, wo einst stand, was heute nur noch als peinliche Fußnote in den Archiven der Ethikkommissionen verstaubt. Die „roten Linien“ sind längst nicht mehr rot, sie sind nur noch blassrosa, wie die Lippen einer Frau, die weiß, dass sie gleich lügen wird.

Und dann ist da noch die NSO Group, dieses israelische Unternehmen, das sich als moderner David gegen die Goliaths der Tech-Welt inszeniert, während es in Wahrheit nichts anderes tut, als die digitale Version von Giftgas zu verkaufen – nur dass es diesmal keine Tränengaswolken über Aleppo zieht, sondern stille, unsichtbare Explosionen in den Handys von Journalisten, Aktivisten und Regierenden. Ein US-Gericht hat der NSO Group gerade eine Rechnung von 167 Millionen Dollar präsentiert, weil sie mit ihrer Pegasus-Software 1.400 WhatsApp-Nutzer gehackt hat. Ein Urteil, das klingt wie ein Scherz – als ob Geld jemals ein adäquates Mittel wäre, um die Schande zu tilgen, die über einem Unternehmen lastet, das sich selbst als „Wächter der Freiheit“ bezeichnet, während es gleichzeitig Regime unterstützt, die ihre eigenen Bürger mit digitalen Folterwerkzeugen ausstatten. Und dann, dieses kleine Detail: Der Bundesnachrichtendienst in Deutschland nutzt diese Software weiterhin. Nicht aus Versehen, nicht aus Unwissenheit, sondern weil die deutschen Behörden – wie immer – genau wissen, was sie tun. Sie wissen, dass sie damit gegen internationale Abkommen verstoßen, gegen die Genfer Konventionen, gegen das, was einst als „internationale Ordnung“ verkauft wurde. Aber sie wissen auch, dass die USA sie nicht wirklich stoppen werden. Nicht, solange sie selbst ihre eigenen Doppelmoralen pflegen.

Während die NSO Group also in den USA vor Gericht steht und Deutschland sich schweigend an die Seite derer stellt, die sie eigentlich bekämpfen sollte, tobt in den Finanzzentren Europas ein anderer Krieg – der der Zahlen. Wirecard, dieses deutsche Phänomen, das sich wie ein moderner Alchemist ausgab und aus Luft Gold schmiedete, hat gerade offiziell zugegeben, dass sein ganzes Asien-Geschäft erfunden war. Ein Betrug, der so groß war, dass er die Börse erschütterte und die Illusion von Transparenz für immer zerstört hat. Und während die Insolvenzverwalter die Trümmer begutachten, fragt man sich, wo die Aufseher waren, die eigentlich dafür zuständig sein sollten, solche Betrügereien zu verhindern. Die Antwort ist einfach: Sie waren woanders. Sie waren damit beschäftigt, die Cum-Ex-Skandale zu vertuschen, bei denen Banken in Deutschland und anderen Ländern Steuerlücken ausgenutzt haben, um Milliarden zu stehlen – und das alles mit der stillen Unterstützung der Politik, die sich selbst als Hüterin der Ordnung inszeniert. Die Steuerzahler, diese stummen Opfer der modernen Finanzarchitektur, werden weiter belastet, während die Täter in den Aufsichtsräten sitzen und sich über die „Komplexität des Systems“ beschweren, als wäre das eine Entschuldigung und nicht eine Einladung zur Fortsetzung des Betrugs.

Und dann ist da noch der Rüstungsexport. Deutschland hat 2018 beschlossen, Waffenexporte nach Saudi-Arabien zu stoppen – eine Entscheidung, die damals als moralischer Sieg gefeiert wurde. Doch wer genau hinschaut, sieht, dass die Exporte nicht einfach gestoppt wurden, sondern nur umgeleitet. Die Waffen fließen weiter, nur über andere Kanäle, in andere Länder, die genauso wenig Skrupel haben wie die Saudis. Die Kontrollen sind streng, ja. Aber sie sind auch selektiv. Und während die Welt über die Sabotage der Nord Stream-Pipelines spekuliert – ein Vorfall, der wie ein moderner Attentatsversuch auf die Energieversorgung Europas wirkt –, wird ein ukrainischer Nationalist namens Serhii K. in Italien verhaftet. Die genauen Auftraggeber sind noch unklar, aber eines ist sicher: Die Ermittlungen sind ein Spiegelbild der politischen Spannungen, die Europa seit Jahren zerfressen. Die dänischen Journalisten, die die deutschen Ermittlungen kritisieren, haben recht. Es gibt zu viele Fragen, zu viele Schweigende, zu viele, die wissen, was passiert ist, aber lieber schweigen, als die Wahrheit ans Licht zu bringen.

All das – die KI im Militär, die Cyberangriffe der NSO Group, die Finanzskandale, die undurchsichtigen Rüstungsexporte – ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis eines Systems, das auf Heuchelei, Selektivität und der Illusion von Kontrolle basiert. Die Welt spielt Schach, und wir sind alle nur Figuren auf einem Brett, das von denen gezogen wird, die die Regeln schreiben. Die Frage ist nicht, wer gewinnen wird, sondern wer am Ende noch die Hände in den Handschuhen hat – und wer sie schon längst abgelegt hat, weil er längst weiß, dass die Wahrheit nur ein weiterer Zug im Spiel ist.

✦ Ende des Artikels ✦
← Zurück zur Titelseite