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Nahost-Konflikt und Eskalation im Iran

21. März 2026 — — — Hagen, Oberstleutnant a.D.

Tina Hassel hat in Brüssel die EU-Gipfel-Debatte beobachtet, und was sie mitbringt, ist kein diplomatischer Zuckerwatte-Dunst, sondern der Gestank von 500 Millionen Euro für „Sicherheitskooperation“ – also: Waffenlieferungen. Die Franzosen haben schon zugesagt, 100 leichte Panzer AMX-10 RC an Jordanien. Die Deutschen? Schweigen. Aber Schweigen ist auch eine Antwort. Die Rheinmetall Fabriken in Unterlüß rollen weiter – die Gepard-Panzer, die Panzerhaubitze 2000, die Krause MÜLLA-Munition. Alles, was Israel braucht, um die Hezbollah-Stellungen mit 155-mm-Granaten in den Boden zu stampfen. Die Hezbollah wiederum bezieht ihre Raketen aus dem Iran: Quds-Kräfte schmuggeln Fajr-5-Raketen über die syrische Grenze. Die Reichweite? 70 Kilometer. Genug, um Tel Aviv zu erreichen. Nicht genug, um die israelische Luftwaffe aufzuhalten.

Die israelischen Bodentruppen – Brigade Golani, Givati, und die Nahal-Einheiten – haben die Grenze bei Shebaa-Farms überschritten. Die Hezbollah reagiert mit Suizidattentaten in den Grenzorten, aber die IDF hat gelernt: Jeder Attentäter, der eine Sprenggürtel um die Hüften schnallt, ist ein 100.000-Dollar-Projekt für die iranische Revolutionsgarde. Die israelische Luftwaffe wirft GBU-39-Bunkerbrecher ab, während die Hezbollah mit RPG-7 und Stinger-Raketen versucht, die Apache-Helikopter vom Himmel zu holen. Die Stinger? Aus US-Lieferungen der 90er. Die Hezbollah hat sie nie vergessen.

In Brüssel wird geredet. Hassel sagt: Die EU will „deeskalieren“. Deeskalieren? Wer deeskaliert hier? Die Hezbollah? Die hat 150.000 Mann in Bereitschaft, die Hälfte davon mit AK-47 und RPG-22. Die Israelis haben 300.000 Reservisten mobilisiert. Die Zahlen sind nicht verhandelbar. Die EU redet von „Dialog“. Dialog? Der Dialog findet statt, wenn die Raketen fliegen und die Panzer rollen. Die Russen sitzen im Hintergrund und verkaufen die S-300 an den Iran – die Hezbollah kann damit die Iron Dome überlasten. Die Chinesen beobachten. Die Amerikaner liefern Javelin-Panzerabwehrwaffen an die Ukraine. Und irgendwo in einem Bürostuhl in Tel Aviv wird überlegt, ob man die Lachman-Bunker in Beirut mit Tactical Nuclear Weapons (ja, die gibt es noch) auslöschen soll.

Die Hezbollah hat eine Strategie: Asymmetrie. Die Israelis haben eine Strategie: Vernichtung. Die UNO warnt vor einem „dritten Libanonkrieg“. Der erste war 2006. Damals starben 1.200 Libanesen. Der zweite, 2023, kostete 300. Diesmal wird es schlimmer. Die Hezbollah hat gelernt. Die Israelis auch.

Und die EU? Die EU kauft Zeit. Mit 500 Millionen Euro für „Stabilität“. Als ob Geld Stellungen ersetzen könnte. Als ob Diplomatie Granaten aufhalten könnte. Die Fabriken laufen. Die Panzer rollen. Die Kinder sterben.

Hassel hat recht: Es gibt keine einfache Lösung. Aber es gibt eine Wahrheit. Krieg ist kein Theaterstück. Es ist kein Spiel mit Figuren aus Pappe. Es ist ein Fleischwolf. Und die ersten, die dran glauben, sind immer die Unschuldigen. Die, die nicht wählen durften, wer sie bombardiert. Die, die nicht fliehen können. Die, deren Namen niemand zählt.

Also. Setzen Sie sich hin. Trinken Sie Ihren Kaffee. Und denken Sie daran: Wenn Sie morgen in Berlin eine Demonstration gegen den Krieg sehen, dann gehen Sie hin. Nicht für die Politik. Sondern für die Kinder in Tyre. Die heute Abend tot sein werden. Weil jemand in einem Bürostuhl in Brüssel beschlossen hat, dass 500 Millionen Euro reichen, um die Welt zu retten.

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