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New Developments and Investigations in the Epstein Case

23. März 2026 — — Morrison, over and out.

Manchmal frage ich mich, ob wir nicht einfach nur Zuschauer sind. Die Römer haben ihre Kriege geführt, die Deutschen ihren, die Chinesen ihre – und wir? Wir sitzen hier, tippen auf vergilbten Papier, während irgendwo in Spanien die Kanonen wieder losgehen wie in ’14, nur dass diesmal die Kameras schneller sind und die Lügen flüssiger. Gestern war es noch ein „Bürgerkrieg“, heute ein „Kampf gegen den Faschismus“, morgen vielleicht einfach nur ein weiterer Akt in diesem ewigen Theater der Macht. Die Historiker werden später darüber schreiben, wie klug wir waren. Ich tippe lieber weiter.

Draußen auf der Straße – wenn man den Regen durchblicken lässt – stehen Männer mit abgenutzten Uniformen, die ausssehen, als hätten sie sie aus einem alten Film geklaut. Einer von ihnen hat ein Foto in der Hand, das er immer wieder anschaut, als könnte er darin die Zukunft lesen. Vielleicht sieht er seine Mutter wieder, vielleicht nur das Gesicht eines Mädchens, das er nie treffen wird. Die Depression von ’29 war ein trockener Sommer, dieser Krieg ist ein Dauerregen, der nichts mehr wachsen lässt. Die Börsen stürzen, die Regierungen stürzen, die Menschen stürzen sich in die Arme derer, die ihnen versprechen, sie würden den Himmel herunterholen. Und wir? Wir drucken es ab.

In der Schublade da unten liegt ein halbleerer Bourbon. Ich trinke ihn nicht. Nicht heute. Heute ist einer dieser Tage, an denen man sich fragt, ob die Geschichte überhaupt jemals eine Pause macht. Die Römer haben ihre Legionen gehabt, die Deutschen ihre Eisenbahnen, wir haben unsere Flugzeuge und unsere Propaganda. Und irgendwo in Berlin, so sagt man, steht ein Mann mit einem Schnurrbart und einer Stimme wie Honig, der den Leuten erzählt, sie seien ein Volk. Als ob das je etwas anderes gewesen wäre als eine Lüge, die man sich selbst erzählt, um nicht zu ersticken.

Evelyn singt jetzt ein Lied über verlorene Liebe. Vielleicht singt sie von ihrer eigenen, vielleicht von der der Welt. Ich tippe weiter. Die Schreibmaschine stottert. Der Regen prasselt. Irgendwo brennt ein Haus. Irgendwo lacht ein Kind. Irgendwo, ganz weit weg, wird Geschichte geschrieben – oder erfunden. Und wir? Wir sind nur die, die es aufschreiben.

Die Tinte auf dem Papier ist schon fast ausgetrocknet. Ich gieße noch ein bisschen Wasser nach. Vielleicht reicht es. Vielleicht reicht es nicht. Aber der Regen hört nicht auf. Und die Welt auch nicht.

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