23. März 2026 — — Morrison, over and out.
Heute ist wieder so ein Tag, an dem die Welt sich anfühlt wie ein schlechter Roman aus dem letzten Jahrhundert – nur dass die Hauptfigur diesmal kein edler Gentleman ist, sondern ein Mann mit einem Gewehr, der behauptet, er rette Europa vor sich selbst. Die Franzosen haben wieder mal ihre Uniformen ausgepackt, die Deutschen flüstern von „Frieden“, während sie ihre Panzer in Stellung bringen, und die Engländer sitzen da wie immer, mit diesen teuren Zigaretten im Mundwinkel und diesem verdammten Lächeln, als hätten sie schon alles gesehen. Haben sie das aber nicht?
Vor fünfzig Jahren, als die Römer ihre Legionen durch Gallien schickten, dachten die Gallier vielleicht auch, sie könnten sich verstecken. Vielleicht haben sie in ihren Dörfern gesessen, während die Legionen vor den Toren standen, und sich gefragt, warum die Götter sie gerade jetzt verlassen. Heute sitzen wir hier, in unseren schäbigen Büros, und fragen uns das Gleiche – nur dass unsere Götter heißen „Völkischer Block“ und „Komintern“, und unsere Legionen tragen Uniformen, die nach billigem Leder und noch billigerer Moral riechen.
Die Wirtschaft? Ein Witz. Die Börse ist ein Kasino, in dem die Reichen wetten, während die Armen beten, dass der nächste Crash nicht ihr eigenes Dach über den Kopf mitreißt. Vor dreißig Jahren, in den zwanziger Jahren, da gab es noch diese verrückte Idee, dass Fortschritt etwas Gutes sein könnte. Heute ist Fortschritt ein Wort, das man mit einem Hohnlachen ausspuckt. Die Fabriken laufen, aber sie spucken nur noch leere Schachteln aus, die niemand mehr braucht. Die Bauern verbrennen ihre Ernte, weil niemand sie kaufen kann. Und die Politiker? Die stehen da wie betrunkene Generäle und rufen „Halt!“, während die Welt an ihnen vorbeirauscht.
Gestern noch hat irgendwer in Berlin erklärt, er wolle „Ordnung“ schaffen. Ordnung. Als ob Ordnung je etwas anderes gewesen wäre als ein anderes Wort für Knechtschaft. Die Römer hatten ihre Ordnung – Sklaven, Latifundien, ein Kaiser, der sich für einen Gott hielt. Die Deutschen haben ihre Ordnung jetzt auch schon: SA-Männer, die in den Straßen umherstolzieren wie eine Armee von Zombies, und eine Presse, die nicht mehr fragt, sondern nur noch brüllt. Wo bleibt da noch der Unterschied?
Draußen heult ein Auto vorbei, die Reifen quietschen auf dem nassen Asphalt. Irgendwo wird geschossen. Nicht in der Ferne – nah. Zu nah. Die Leute in den Büros nebenan halten die Luft an, als wäre das ein Zeichen, dass der Krieg wirklich angefangen hat. Vielleicht ist es das ja. Vielleicht ist es nur wieder so ein Tag, an dem die Welt sich fragt, warum sie sich nicht einfach in Ruhe lässt.
Evelyn singt jetzt ein Lied über verlorene Liebe. Vielleicht singt sie über Deutschland. Vielleicht über Europa. Vielleicht über uns alle. Die Melodie ist traurig, aber sie hat diesen verdammten Rhythmus, der einen trotzdem zum Tanzen bringt – wenn man könnte. Wenn man wollte.
Die Schreibmaschine klackert. Die Tinte ist ausgetrocknet. Ich hole mir einen Schluck Bourbon aus der Schublade, der nach altem Holz und noch älterem Entschlossenheit schmeckt. Dann tippe ich weiter. Weil es nichts anderes gibt zu tun. Weil irgendjemand irgendwo diese Worte lesen muss. Weil die Wahrheit, so wie sie ist, immer noch besser ist als die Lügen, die sie ersetzen.
Und weil irgendwann, in einer anderen Zeit, jemand diese Zeilen lesen wird – vielleicht in einem Archiv, vielleicht in einem Buch, vielleicht in einem Feuer – und sich fragen wird, wie es möglich war, dass eine Welt, die so viel wusste, so blind sein konnte. Genau wie wir.
The tech world watches with bated breath as Nvidia, the self-proclaimed king of GPUs and AI, doubles down on its dominance—while the rest of the world burns. CEO Jensen Huang’s latest announcements have sent shockwaves through Silicon Valley, but beneath the hype lies a deeper question: Can a single company shape the future of artificial intelligence when the global economy is unraveling like a half-knit sweater?
For decades, Nvidia has been the unsung hero of the digital revolution. Its graphics chips power everything from gaming rigs to self-driving cars, from deep-learning models to the next generation of supercomputers. But now, as geopolitical tensions simmer and supply chains fray, the company’s strategy feels less like innovation and more like a high-stakes gamble. Huang’s recent roadmap—packed with promises of "AI everywhere," "quantum-ready" architectures, and a new era of "neural infrastructure"—has investors cheering. But critics whisper that Nvidia is playing a dangerous game: betting that the world’s obsession with AI will outlast the very systems that keep it running.
The irony is delicious. While Nvidia’s chips fuel the algorithms that promise to solve humanity’s biggest problems—climate change, disease, even war—its own business model relies on a system that’s rapidly collapsing. Semiconductor shortages, trade wars, and the creeping specter of decoupling between the U.S. and China mean that even the most advanced tech can’t escape the rot at the core. Huang’s latest announcements include a push for "on-premise AI," a nod to the growing paranoia about cloud dependency. But if the world’s data centers are already stretched thin, how much longer can a single vendor dominate without becoming a liability?
Then there’s the elephant in the room: who controls the future? Nvidia’s dominance has made it a de facto gatekeeper of AI progress. Governments are scrambling to keep up, pouring billions into domestic chip manufacturing, while startups and researchers watch in envy as Nvidia’s roadmap dictates the pace of innovation. The company’s recent acquisition spree—snapping up AI startups like a kid in a candy store—has only deepened suspicions that Nvidia isn’t just building tools; it’s building an empire.
And what happens when that empire runs into the real world? The same world where politicians bicker like schoolyard bullies, where supply chains are hostage to geopolitical whims, and where the average person is one paycheck away from despair. Nvidia’s chips might train the next breakthrough AI, but they won’t feed the hungry or patch the holes in the social contract. The tech giant’s strategy is a masterclass in short-term thinking: maximize profit, dominate the market, and let the consequences sort themselves out.
Yet, for all its flaws, Nvidia’s move is a reminder that progress isn’t dead—it’s just being rewritten. The company’s bet on AI as the defining technology of the 21st century isn’t just about hardware; it’s about power. Whoever controls the algorithms controls the narrative. And in a world where narratives are the only currency left, Nvidia is positioning itself as the ultimate storyteller.
But here’s the catch: even the best stories need an audience. And right now, that audience is fractured, distracted, and drowning in its own problems. The question isn’t whether Nvidia can build the future—it’s whether anyone will care enough to step into it.
For now, the tech giant presses on, its engineers typing furiously, its executives sipping overpriced coffee in glass-walled offices, oblivious to the world outside. The world where the unwashed masses are too busy surviving to marvel at the wonders of silicon. The world where the next big thing is just another distraction from the fact that the house is on fire.
And somewhere in the noise, a single question lingers: Does it even matter?