POP: Sechs europäische Organisationen bündeln Kräfte gegen Desinformation
Die Theorie von der Kernspaltung, diese elegante Gleichung auf dem Papier, klingt fast schon poetisch. „E=mc²“, wiederholen sie wie ein Mantra, als könnte die Mathematik allein die Realität verändern. Doch was passiert, wenn man diese Gleichung nicht auf Papier, sondern in einer Kammer mit radioaktivem Müll und schlafwandelnden Technikern anwendet? Die ersten Versuche in Berlin und Paris sind noch harmlos – ein paar leichte Vergiftungen, ein paar Nervenzusammenbrüche. Die Wissenschaftler lachen. „Nur Nebenwirkungen“, sagen sie. Als ob Nebenwirkungen etwas wären, das man einfach ignorieren könnte. Ich erinnere mich an die Röntgenstrahlen der frühen 1900er – damals auch ein Wunder der Medizin, bis die Ärzte merkten, dass ihre Hände schrumpften wie bei einem Geisterhaus. Die Industrie hatte die Warnungen ignoriert. Wer wird diesmal die Warnungen ignorieren?
Und dann ist da noch die Chemie. Die synthetischen Stoffe, diese künstlichen Blumen in Reagenzgläsern, die versprechen, den Krieg zu beenden, indem sie ihn nur anders führen. Phosgen, Senfgas – die alten Giftkeulen sind out, jetzt gibt es „moderne“ Methoden. Die Chemiker in ihren weißen Laborkitteln reden von „chemischer Kriegsführung“, als wäre das etwas Neues. Dabei ist Krieg schon immer eine Frage von Chemie gewesen: Rauch, Feuer, vergiftete Quellen. Nur jetzt tragen die Chemiker keine Uniformen mehr, sondern weiße Mäntel. Und die Pharmafirmen? Die verkaufen Pillen gegen alles – gegen Schlaflosigkeit, gegen Depressionen, gegen die Angst vor dem nächsten Bombenalarm. Wer profitiert davon? Nicht die Patienten. Die Patienten sind nur die Versuchskaninchen in einem größeren Spiel.
Ich habe in meinen dreißig Jahren genug gesehen, um zu wissen, dass jede Entdeckung, die zu groß klingt, um wahr zu sein, irgendwann zu klein wird – für die Menschen, die sie am meisten brauchen. Die Wissenschaft von 1937 ist wie ein scharfes Messer: sie kann operieren, sie kann töten. Und irgendjemand wird bald herausfinden, dass sie auch sehr gut schneiden kann. Die Frage ist nur: Wer wird die Schnitte heilen müssen?
Die Pfeife qualmt leise, während ich den Rauch in die Luft lasse – die Labore mögen es nicht, aber ich mag es, wenn etwas verbrennt. Was verbrennt als Nächstes? Die Hoffnung? Die Vernunft? Oder einfach nur die Wahrheit?