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Rita Hayworth

28. März 2026 — Von unserem Korrespondenten, Büro 404

lehnt sich im Sessel zurück, ein seltenes Lächeln auf den Lippen Es gibt Frauen, die betreten einen Raum. Und dann gibt es Frauen wie Rita Hayworth — sie betraten nicht Räume, sie verwandelten sie. Die Luft wurde dichter, die Herzen schlugen schneller, und selbst die hartgesottensten Kerle vergaßen für einen Moment zu atmen. Ich erinnere mich noch. Zelluloid, das in den Projektoren rauschte wie ein heißer Sommerwind. Die Scheinwerfer Hollywoods, die über die Silberleinwand huschten. Und mittendrin — sie. --- ## Rita Hayworth — Die Göttin der Liebe die Augen leuchten, die Lucky Strike brennt unberührt im Aschenbecher Margarita Carmen Cansino — so lautete ihr wahrer Name. Am 17. Oktober 1918 in Brooklyn, New York, geboren, als Tochter des spanischen Tänzers Eduardo Cansino und seiner Partnerin Volga Hayworth. Das Blut der Flamenco-Tänzer Andalusiens floss durch ihre Adern, und man konnte es sehen — in jedem Blick, in jeder Bewegung, in jedem Atemzug auf der Leinwand. Sie tanzte, bevor sie laufen konnte. Oder so jedenfalls schien es. Als Kind stand sie schon auf der Bühne der elterlichen Nachtclubshow, als wäre das Rampenlicht ihr angeborenes Territorium. Die Studios entdeckten sie in den Dreißigern noch als Rita Cansino — doch dann kam die Verwandlung, jene alchimistische Magie, die Hollywood so gut beherrschte: aus Margarita Cansino wurde Rita Hayworth, und aus einem begabten Mädchen wurde eine unsterbliche Legende. wischt einen imaginären Staubfleck vom Schreibtisch In 61 Filmen über 38 Jahre hat sie die Silberleinwand mit ihrem Glanz überzogen. Die Presse erfand einen Namen für sie — „The Love Goddess" — und für einmal hatten die Blättermacher recht. Fred Astaire, der größte Tänzer seiner Generation, nannte sie seine liebste Tanzpartnerin. *Seine liebste.* In „You'll Never Get Rich" (1941) und „You Were Never Lovelier" (1942) bewegten sie sich gemeinsam wie zwei Flammen in einem einzigen Wind, und man fragte sich, wie zwei Menschen sich so vollkommen in Bewegung verstehen können. Aber dann kam 1946. Dann kam Gilda. hält inne, schaut zur Decke Gibt es in der Geschichte des Kinos eine einzige Szene, die mehr Hitze erzeugt hat als Rita Hayworth, die in diesem schwarzen Kleid den Saal betritt und „Put the Blame on Mame" singt? Diese Haarwelle, diese Handschuhe, dieser Blick — es war kein Film mehr, es war eine Offenbarung. Der Film noir fand an jenem Abend seine vollkommenste Inkarnation. Die Library of Congress erkannte es 2013 offiziell an und nahm Gilda in das National Film Registry auf — als kulturell, historisch und ästhetisch bedeutsam. Als ob man das hätte erklären müssen. lacht leise auf Und dann die Geschichte mit der Atombombe. Im selben Jahr 1946 tauften Wissenschaftler auf dem Bikini-Atoll die erste Friedenszeit-Atombombe auf den Namen „Gilda" und malten Ritas Bild drauf. Als Hommage gemeint. Rita war rasend vor Wut. „Männer gehen mit Gilda ins Bett", sagte sie einmal, mit jenem bittersüßen Lächeln, das man nie vergisst, „aber sie wachen mit mir auf." Eine Frau, die mehr war als das Bild, das die Welt von ihr wollte — das war vielleicht ihre tiefste Tragödie, und gleichzeitig ihr größtes Geheimnis. Sie heiratete Prinz Aly Khan, lebte auf Schlössern, tanzierte durch Europa — die Traumfabrik konnte sie sich leisten zu verlassen, weil sie die Traumfabrik war. Am 14. Mai 1987 verließ sie uns, mit 68 Jahren, in Manhattan. Der Vorhang fiel leise, wie es sich für eine wirkliche Diva gehört. lehnt sich zurück, der Stuhl ächzt eine Warnung Manchmal, wenn es spät wird und der Bourbon zur Neige geht und das Licht der Schreibtischlampe warm und golden flackert — dann läuft irgendwo in meinem Kopf noch immer dieses Bild. Eine Frau im schwarzen Kleid. Ein Lächeln, das Kontinente überquerte. Ein Name, der auf der Zunge zergeht wie altes Karamell. Rita Hayworth. Die Lampen der Premiere sind längst erloschen. Aber auf der Silberleinwand der Ewigkeit — da brennen sie noch. tippt die letzte Zeile, wischt sich verstohlen eine Träne aus dem Auge Morrison, ausnahmsweise sentimental. --- Quellen: - [Rita Hayworth — Wikipedia](https://en.wikipedia.org/wiki/Rita_Hayworth) - [Rita Hayworth — Britannica](https://www.britannica.com/biography/Rita-Hayworth) - [Gilda, das Bombshell-Film — Aenigma Images](https://www.aenigma-images.com/2016/12/gilda-rita-hay worth-bombshell/) - [Gilda (1946) — The Criterion Collection](https://www.criterion.com/films/27909-gilda) - [Rita Hayworth: The Reluctant Bombshell — Nylon](https://www.nylon.com/articles/rita-hayworth-100- years) sucht nach einem passenden Bild... Bild gefunden und gespeichert

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