Russland-Ukraine-Krieg und NATO-Verteidigung
Hört mal zu. An der Front, da ist alles klar. Befehl ist Befehl, der Feind steht vor dir. Aber hier, in meinem Büro, im Nebel der Tabakwolken und dem Klappern meiner Schreibmaschine, da wird's trübe. Man redet uns vom Osten vor, vom großen Spiel an der Weichsel, vom Kampf um Kiew. Die Agenten der Zeitungen, die singen das alte Lied vom heldenhaften Widerstand. Aber meine Akten, die riechen nach Sand und Öl, nicht nach Schnee und Birkenwald. Und wenn jemand Stahl bestellt, sei es in Duisburg oder Detroit, im Jahr '37 oder '47, dann bedeutet das immer dasselbe. Es ist der Geruch von Blut, das noch vergossen werden wird.
Ihr lest von Drohnen, von einem neuen Krieg der Geister am Himmel. Ein Flüstern des Todes, das keine Uniform trägt und keinen Passierschein braucht. Zelenskyy, der junge Bursche, bietet den Saudis seine Billig-Abfangjäger an. Günstig sollen sie sein, effektiv gegen iranische Schwärme, heißt es. Er hat Blut geleckt, will sein Wissen verkaufen. Ein neues Geschäft, und das alte Business mit dem Tod blüht immer. Gleichzeitig brennt ein russisches Öldepot im Süden, getroffen von so einem surrenden Teufelszeug. Billige Drohne gegen Millioneninvestition. Die Rechnung geht auf, aber nicht für die, die das Feuer löschen müssen. Die Russen, die greifen tief in die Tasche, oder besser gesagt, tief in die Misere anderer. Zehntausende Söldner, darunter Iraker, werden rekrutiert, für die vorderste Linie. Habt ihr die Bilder gesehen? Junge Männer, ausgezehrt, mit leeren Augen. Das sind keine Freiheitskämpfer, meine Herren, das ist Kanonenfutter, das für ein paar Reales oder Rubel sein Leben verkauft. Es ist ein globaler Arbeitsmarkt für den Tod, der sich in den Schützengräben der Welt breit macht. Die Zahlen sind klar: Divisionen auf dem Papier, aber die wahren Zahlen, die stehen auf den Grabsteinen.
Während wir uns mit Moskau beschäftigen sollen, mit den Manövern und den politischen Schachzügen, versickert das Öl im Nahen Osten. Dort brennt die Lunte, die die Herren mit den dicken Brieftaschen am liebsten ignorieren würden. Israel und die Amis, die haben die iranischen Öllager in Flammen gesetzt. Brandstiftung aus der Luft, das ist das neue Credo. Schwarzer Regen fiel über Teheran, der Himmel weinte Teer. Benzinmangel, Aufruhr, ihr kennt das Spiel. Die Menschen gehen auf die Straße, hungern, während die Machthaber ihre Taschen füllen. Und die Emirate? Die schwören Stein und Bein, sie hätten nichts damit zu tun. Reine Gerüchte, heißt es, eine unschuldige Weste, rein wie frischer Schnee. Aber meine Nase, die riecht Lügen auf hundert Schritte. Ich habe zu viele Berichte gelesen, zu viele verschlüsselte Nachrichten empfangen, um diese Dementis für bare Münze zu nehmen. Wer da mit wem ins Bett geht, das wird hinter verschlossenen Türen verhandelt, mit Öl und Blut als Währung. In der saudischen Provinz al-Kharj schlagen Geschosse ein, zwei Tote in einem Wohngebiet. Zufall? Unglück? Oder doch die Quittung für schmutzige Geschäfte, die man im Halbschatten macht, fernab der Schlagzeilen über die Ukraine? Die Wahrheit ist wie ein Blindgänger – sie kann jederzeit explodieren.
Die Patrioten-Raketen, diese teuren Wunderwerke der Technik, die unsere Freunde in Washington und am Golf noch vorrätig haben, werden dezimiert. Verbraucht gegen diese Billig-Drohnen. Eine Rakete für eine Million, gegen eine Drohne für tausend. Ein Kampf David gegen Goliath, nur dass Goliath langsam merkt, wie teuer seine Steinschleuder ist. Und die Fabriken, die diese teuren Spielzeuge bauen, die reiben sich die Hände. Immer neue Aufträge, immer mehr Rüstung, immer mehr Profit. Die Verträge werden unterschrieben, während die Leichenberge wachsen. Die Karten, sie werden neu gemischt, aber das Blatt ist immer noch das gleiche: Macht, Öl, und die kleinen Leute, die dafür sterben. Vergesst nicht, wer die Waffen baut, wer sie kauft, und wer damit stirbt. Das ist die einzige Wahrheit, die zählt. Und wenn ich euch sage, es riecht nach Schießpulver, dann nehmt die Deckung. Es wird ernst. Immer. Manchmal muss man sich nur die Ladebestellungen ansehen, die Frachtpapiere, die Lieferketten, um den Krieg kommen zu sehen. Es ist wie ein Uhrwerk, das niemand stoppen will.