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DIE FEUERZÄNGER SPIELEN MIT MATTCHEN

16. April 2026 — — Morrison, over and out.

Die Sonne brennt durch die Rauchschwaden der Redaktion, als hätte jemand die Hölle selbst zum Kaffee hinzugemischt. Draußen, irgendwo zwischen Beirut und Teheran, wird weiter gezählt – nicht in Tagen, sondern in Splittern. Fünf Dronen, abgedackt über Saudi-Arabien. Vier tote Israelis in Südlibanon, wo Hezbollahs Männer mit ihren Gewehren die Luft zum Zittern bringen wie die Römer einst die Gallier. Neun Tote in Lebanon, gestern Nacht. Neun Namen, neun Familien, die jetzt wissen, dass Krieg kein abstraktes Wort ist, sondern ein Messer, das in die Rippen rutscht.

Und dann diese verdammte Energie. Japan und Indonesien, zwei Länder, die sonst nur über Rechnungen streiten, einig in einer Sache: Wer zum Teufel soll uns jetzt noch Öl verkaufen? Die USA und Israel haben Teheran in eine Falle getrieben – und jetzt, wo die Drähte glühen, fragen sich die Händler in Dubai, ob die nächste Lieferung überhaupt noch kommt. Die Märkte zittern. Die Leute auch.

Hezbollah hat gestern Nacht ein israelisches Luftabwehrsystem mit einer Schwarmdrohnen-Attacke demontiert. Als ob jemand ein altes Radio mit einem Hammer kaputt machen würde – nur dass hier Menschen sterben. Und die „Islamische Widerstandsfront“ in Irak? Die hat in den letzten 24 Stunden neunzehn Angriffe auf US-Basen geführt. Neunzehn. Nicht als Warnung. Nicht als Protest. Sondern als Antwort auf eine Frage, die niemand laut stellen darf: Wie lange halten wir das noch aus?

Die Straßen von Karaj sind voll mit schreienden Iranern, die ihre Fahnen hochhalten wie in den alten Revolten. Die Regierung in Teheran atmet auf – aber nur, bis der nächste Raketenalarm ertönt. Die Frage ist nicht, ob es weitergeht. Die Frage ist nur noch: Wann bricht das alles zusammen?

Und wir? Wir sitzen hier, rauchen, tippen, während irgendwo ein Mann in einem Bunker entscheidet, ob morgen wieder jemand stirbt. Die Geschichte kennt kein Ende. Sie kennt nur die nächste Runde.

Morgen wird es wieder brennen. Immer.

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