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DIE GOLFPRINZEN ZAHLEN FÜR DIE FRIEDENSFARCE

16. April 2026 — — Morrison, over and out.

Der Krieg ist kein Geschäft. Oder doch? Die USA, diese alten Meister der doppelten Buchführung, haben sich wieder etwas ausgedacht: Sie verlangen von den Golfstaaten Trillionen als „Kriegsfinanzierung“. Nicht als Spende. Nicht als Investition. Sondern als Forderung. Als ob man einem Vasallen das Tributsystem des 19. Jahrhunderts zurückbrächte – nur mit moderner Buchhaltung und mehr Nullen.

Salem Al-Juhouri, dieser Omani mit dem Gespür für die Lügen der Mächtigen, hat es auf den Punkt gebracht: Die USA wollen entweder fünf Billionen, wenn der Krieg weitergeht – oder zwei und eine halbe, wenn sie ihn beenden. Als ob man einen Brand löschen könnte, indem man dem Nachbarn die Hälfte seines Vermögens abnimmt. Die Ironie? Die Golfstaaten, diese Wächter der „stabilen Region“, diese Hüter der Ölquellen und der „moderaten“ Islam-Show, sollen jetzt zahlen. Nicht für die Demokratie. Nicht für die Freiheit. Sondern für die Fortsetzung der US-Interessen.

Und was sagt man dazu? Nichts. Offiziell. Weil offizielle Bestätigung fehlt. Weil Diplomaten lächeln und von „strategischen Partnerschaften“ flüstern. Weil die Ölfelder weiter rauchen und die Börsen weiter glänzen. Die USA haben schon immer gewusst, wie man aus Krisen Profit schlägt – ob im Vietnamkrieg oder in den Sandkisten des Golfs. Damals war es Indochina, heute ist es der Persische Golf. Immer dieselbe Rechnung: Wir schicken die Jungen in den Krieg, ihr zahlt die Rechnung.

Die Golfstaaten? Sie stehen da wie die Römer vor der Belagerung: mit goldenen Tempeln und leeren Kassen. Sie haben jahrzehntelang die USA als Schutzmacht gefeiert, während diese heimlich ihre Ölpreise manipulierten und ihre Militärbasen als Sprungbretter nutzten. Jetzt, wo der Krieg vor der Haustür brennt – nicht nur in Teheran, sondern in Riad, Doha, Abu Dhabi –, fragen sie sich: Wer sind hier eigentlich die Vasallen?

Und die Antwort kommt nicht aus Washington. Sie kommt aus den Hinterzimmern der Ölkonzerne, aus den Banken, die die Rechnungen begleichen. Die USA brauchen keine Geldgeschenke. Sie brauchen Kontrolle. Und wenn die Golfstaaten nicht zahlen, dann wird der Krieg einfach lokalisiert. Die Houthis schießen ihre Raketen. Die Schiiten in Bahrain rühren sich. Die Sunniten in Saudi-Arabien flüstern von Verrat. Und irgendwo in einem Büro in Dallas wird die nächste Rechnung geschrieben.

Die Frage ist nicht, ob die Golfstaaten zahlen werden. Die Frage ist: Was bleibt ihnen dann noch?

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