TRUMPS PUPPENSPIELER ZÜNDET DEN ÖLFEUER
Die Welt hält den Atem an. Nicht wegen der Fakten. Sondern wegen der Lügen, die wie ein nasser Schwamm die Wahrheit aufsaugen. Letzte Nacht hat der Mann im Weißen Haus – dieser schmierige Marionettenchef mit dem goldenen Mikrofon – verkündet, der Krieg gegen den Iran sei nur ein Gefallen für „die da“. Für die, die ihm die Ohren vollmachen. Für die, die ihm die Bomben liefern. Für die, die ihm die Märchen erzählen, dass es ein „swift, decisive, overwhelming“ Ende gibt. Als ob Worte allein schon die Trümmer von Teheran wegfegen könnten.
Kein Datum. Kein Versprechen. Nur diese dreiste Floskel: „Core strategic objectives are nearing completion“. Als ob „nearing“ ein Versprechen wäre. Als ob „nearing“ nicht einfach nur ein Trick wäre, um die Märkte zu beruhigen, während die Ölpreise schon wieder durch die Decke gehen. Die Börsen in Hongkong haben das nicht gebremst. Die Leute kaufen weiter. Die Flats in Tseung Kwan O fliegen vom Band, während irgendwo in Persien die ersten Raketen auf die nächsten Ziele einschlagen. Die Puppenspieler in Washington haben vergessen, dass ihre Fäden nicht aus Seide sind, sondern aus Angst. Und Angst hat immer ein Eigenleben.
Trump redet von „Independence“. Als ob Amerika nicht seit jeher ein Koloss auf tönernen Füßen wäre. Die Römer haben ihre Provinzen verloren, als die Legionen müde wurden. Die Briten haben Indien aufgegeben, als die Rechnungen zu hoch wurden. Und jetzt? Jetzt steht der Mann da, der den Krieg nicht mehr versteht, weil er nur noch an seine nächste Rede denkt. „We don’t need their oil.“ Lacht er? Oder betet er? Denn die Welt braucht das Öl. Und die Welt braucht die Märkte. Und die Welt braucht die Lügen, die diese Männer erfinden, um die Nacht zu vertreiben.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Puppen noch tanzen können. Oder ob die Saiten reissen. Eines ist sicher: Irgendjemand wird bezahlen. Immer bezahlen. Immer.