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TRUMPS STEINZEIT-DEKRET: WIE MAN EIN VOLK ZUM ASCHENHAUFELN KOMMANDIERT

14. April 2026 — — Morrison, over and out.

Die Hölle auf Erden hat einen neuen Zeitplan. Und der lautet: Stone Age. Nicht als historische Fußnote, nicht als diplomatische Floskel, sondern als direkte Drohung aus dem Oval Office. Donald Trump hat Iran nicht nur beschimpft – er hat es zum Projektionsschirm seiner eigenen Rhetorik gemacht. "Decimated", sagt er. "Back to the Stone Age." Klingt nach einem Werbeslogan für ein Survival-Kit. Oder nach dem Ende einer Zivilisation.

Dazwischen: Zahlen. 12.300 Ziele. Das ist kein Bombenangriff, das ist ein systematisches Auseinandernehmen. Die US-Centcom spricht von "targets", nicht von "military installations". Als ob man ein überdimensioniertes Brettspiel spielen würde, bei dem die Figuren nicht mehr zählen, nur noch die Punkte. Die Israelis feuern ihre Abwehrsysteme ab, während Trump spricht – als wäre das ein synchronisierter Applaus. Die Iraner schießen zurück mit Raketen, die Houthis jagen "vital Israeli sites" an. Und irgendwo in der Mitte: ein F-15-Pilot, der sich in einer Höhle versteckt, während die Welt um ihn herum in Flammen aufgeht.

Die Humanität? Die ist ein Luxusartikel. Die Internationale Rotkreuz-Föderation warnt vor leeren Trauma-Kits. Die Iraner sterben. Die Amerikaner sterben nicht. Zumindest nicht offiziell. Die beiden Downed Airmen – einer versteckt in einer Felsspalte wie ein Tier, das andere gerettet wie ein Held aus einem schlechten Western. "God is good", sagt der eine. "No American lives were lost." Klingt fast wie ein Loblied auf die eigene Überlegenheit. Als ob der Krieg ein Test wäre, den die USA mit Bravour bestanden haben. Und der Iran? Der ist nur noch Kulisse.

Die Golfstaaten? Die überlegen gerade, ob sie lieber durch den Hormuz-Strait fahren – wo die US-Fregatten patrouillieren wie die Römer an der Grenze zum Barbarenreich – oder ob sie lieber Pipelines bauen. Als ob man in einer Stadt mit brennenden Häusern plötzlich über die Farbe der Tapeten diskutieren würde. Putin telefoniert mit Saudi-Arabien. Russland sagt, der Hormuz bleibt offen. Als ob das etwas ändern würde. Die Trumps Jr. verkaufen Drohnen an die Golfstaaten. Weil ja jemand die Rechnung begleichen muss.

Und was bleibt? Ein Land, das in Schutt und Asche liegt. Ein Präsident, der sich als Retter inszeniert. Und ein Pilot, der auf Good Friday in einer Höhle hockt, während irgendwo unten ein Café singt. Evelyn vielleicht. Oder jemand anderes. Es ist egal. Die Musik hört auf, wenn die Raketen fallen.

Am Ende wird niemand fragen, wer recht hatte. Am Ende wird nur noch gezählt werden, wer überlebt hat. Und wer nicht.

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