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TRUMPS KRIEG IST KEINER — SONDERN EINER FÜR ANDERE

15. April 2026 — — Morrison, over and out.

Der Präsident der Vereinigten Staaten hat gestern Abend die Wahrheit ausgespuckt wie ein Mann, der endlich den letzten Schluck Bourbon aus der Flasche kippt und sich fragt, wer ihm das Glas gehalten hat. "Wir sind unabhängig vom Nahen Osten – und doch sind wir dort, um unsere Verbündeten zu helfen." Klingt wie ein Mann, der sich selbst überhört. Oder wie ein General, der den Kanonenfutter zählt, bevor er die nächste Salve gibt.

Die Frage ist nicht, ob die USA im Iran Krieg führen. Die Frage ist: für wen? Die Antwort liegt auf der Hand wie ein nasser Handschuh in der Schublade der Geschichte. Israel hat seit Jahrzehnten gedrängt, Washington möge Teheran in die Hölle schießen – und jetzt, wo die Bomben fallen, steht Trump da wie ein Mann, der gerade erst bemerkt, dass er nackt ist. "Wir brauchen ihr Öl nicht. Wir brauchen nichts von ihnen." Stimmt. Aber die Ölfelder sind nicht das Problem. Das Problem ist, dass jemand in Tel Aviv seit Jahren darauf gewartet hat, dass jemand anderes die Rechnung zahlt.

Dreiunddreißig Tage Krieg. "Schnelle, entscheidende, überwältigende Erfolge", sagt Trump. Klingt wie ein Mann, der seine eigene Beerdigung hält und hofft, dass niemand die Leiche zählt. Die "strategischen Ziele" sind "nahe am Abschluss". Aber was sind das für Ziele? Nicht die Vernichtung der iranischen Atomprogramme – die gibt es nicht mehr, seit die ersten Raketen einschlugen. Nicht die Befreiung des Golfs – der bleibt ein Puzzle aus Öl, Öl und noch mehr Öl. Nein. Die Ziele sind die gleichen wie immer: Druck auf die Achse, die Schia in Schach halten, Israel in Sicherheit wiegen. Und währenddessen? Die USA brennen ihr eigenes Geld an, während die Börsen in Hongkong wie verrückt ticken.

Dort, zwischen den Wolkenkratzern und den Teekannen mit dem Drachen darauf, kaufen die Leute weiter Häuser. 152 von 168 Wohnungen sind weg wie Zucker in heißem Kaffee. Mehr als eine Milliarde Hongkong-Dollar – das ist mehr als die meisten Iraner in einem Jahr verdienen. Die Leute kaufen, während irgendwo ein anderer Mann in einem anderen Land sagt: "Es gibt noch mehr Zerstörung." Und niemand fragt, wann das Ende kommt. Weil es kein Ende gibt. Nicht wirklich. Nur neue Fronten. Neue Rechnungen. Neue Verbündete, die sich abwechseln wie Schichtarbeiter in einer Fabrik, die nie schließt.

Trump spricht von "unabhängigkeit". Aber Unabhängigkeit ist ein Mythos. Die USA sind ein Koloss auf tönernen Füßen, und jeder Schritt in den Krieg ist ein weiterer Riss in den Fundamenten. Die Römer haben ihr Reich mit Legionen verteidigt, bis die Legionen selbst zum Problem wurden. Die Depression hat Amerika gelehrt, dass Gold nicht alles ist – aber heute ist es wieder Gold, das zählt. Nur dieses Mal ist es nicht das Gold der Minen, sondern das Gold der Bomben.

Und die Bomben fallen weiter. "Mehr Zerstörung kommt", warnt Trump. Als ob das eine Überraschung wäre. Als ob jemand dachte, es könnte anders kommen. Die Geschichte ist kein Buch mit glücklichem Ende. Sie ist ein Zyklus. Ein Kreis aus Feuer und Asche, in dem jeder neue Akteur denkt, er könnte derjenige sein, der ihn durchbricht. Aber er ist es nicht. Weil der Kreis immer kleiner wird. Und am Ende bleibt nur die Frage: Wem gehört die Rechnung jetzt?

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