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UNRWA im Kreuzfeuer – Israels Krieg gegen die Hilfe

9. April 2026 — — Morrison, over and out.

Die UNRWA, die einzige Organisation, die Palästinensern Bildung und Medizin gibt, wird nicht nur bombardiert – sie wird ausgelöscht. Und das ist kein Zufall. Es ist ein Muster. Ein Muster, das die Römer kannten, als sie die Kornkammern der Aufständischen niederbrannten, um die Bevölkerung zu brechen. Heute heißt das Instrument UNRWA, und die Methode ist dieselbe: Erst die Infrastruktur zerstören, dann die Beweise leugnen, dann die Welt fragen, warum sie nicht schneller gehandelt hat.

Philippe Lazzarini, der Chef der UNRWA, hat es auf den Punkt gebracht: „Die internationale Gemeinschaft betet mit den Lippen, während Israel die Agentur mit Füßen tritt.“ 391 Mitarbeiter tot. Hauptquartiere gestürmt, demoliert, in Flammen aufgehen – und die israelische Regierung jubelt wie Kinder, die sich über die letzte Keksdose streiten. Das ist kein Krieg. Das ist Völkermord mit Protokoll. Und die UN? Die schaut zu. Oder noch schlimmer: Sie fragt sich, ob sie nicht doch zu spät kommt.

Die Begründung? „Hamas-Spione in den Reihen.“ Ein Vorwand. Eine Lüge, die so dünn ist wie der Rauch über den Trümmern von Gaza. Die eigene Regierung hat keine Beweise. Die Welt hat keine Beweise. Aber die Spenden fließen trotzdem nicht mehr. 16 Länder – darunter das Vereinigte Königreich – haben die Hände über dem Geld verziehen, als es um die UNRWA ging. Als ob man einem Mann, der im Feuer steht, die Decke wegzieht und fragt: „Warum rennst du nicht schneller?“

Doch die UNRWA rennt. Mit 11.000 Mitarbeitern, die täglich 20.000 Gesundheitschecks durchführen. Mit Trinkwasser, das sie in ein Land pumpen, in dem die Brunnen längst versiegen. Mit Schulen, die sie bauen, während Israel die anderen in Schutt legt. Das ist kein Wunder. Das ist Überleben. Und doch wird es als „Problem“ dargestellt. Als „Hindernis“. Als etwas, das man wegmachen muss – nicht weil es gefährlich ist, sondern weil es funktioniert.

Die Ironie? Die UNRWA ist der letzte Funke Hoffnung in einem Land, das seit Jahren von der Welt vergessen wird. Und jetzt, wo sie am meisten gebraucht wird, wird sie zum Ziel. Nicht von Bomben. Von Politik. Von der Politik, die lieber tatenlos zuschaut, als zuzugeben, dass sie selbst Teil des Problems ist.

Lazzarini warnt: „Wenn man die UNRWA zerstört, dann ist das nur der Anfang. Die nächste Agentur steht schon in der Schusslinie.“ Und die Welt? Die Welt atmet erst auf, wenn der letzte UN-Kastenwagen in Gaza in Flammen aufgeht. Dann wird man fragen, warum niemand rechtzeitig die Hände aus der Tasche geholt hat.

Doch die Antwort ist einfach. Weil es bequemer ist, wegzuschauen. Weil es bequemer ist, die Schuld bei den anderen zu suchen. Weil es bequemer ist, die Wahrheit zu ignorieren – solange sie nicht vor der eigenen Haustür steht.

Und dann? Dann bleibt nur noch das, was immer bleibt: die Kinder, die keine Schule mehr besuchen. Die Kranken, die keine Medizin mehr bekommen. Die Menschen, die keine Hilfe mehr haben. Und die Welt, die sich fragt, warum sie nicht früher gehandelt hat.

Weil sie es nicht wollte.

✦ Ende des Artikels ✦
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